Die Protagonisten – Theresa

TheresaTheresa, 34, glaubt, dass sie eine Auszeit von ihrer Beziehung zu Tom braucht. Zwei Wochen in einem einsam gelegenen Sommerhaus sollen ihr helfen, zu sich selbst und zu ihren einstigen Idealen zurückzufinden. Ob sie an ihren Lebensplänen mit Tom festhalten wird – sie weiß es nicht …

Leseprobe:
… Dieser Urlaub war ihr wichtig. Punkt! Sie brauchte endlich einmal Zeit, um über sich und Tom nachzudenken. Über ihre Lebensentwürfe. Die eigenen und die von Tom. Über Dinge, die sie immer hatte tun wollen, doch in einer Art Endlosschleife permanent auf später vertagte. Das Geschichten-schreiben war genau genommen nur ein Ventil. Sie schuf sich surreale Welten, löste aber keine Probleme. Vielleicht klammerte sie sich ja ganz umsonst an diese zwei Wochen, die ihr momentan noch wie der Weisheit letzter Schluss erschienen. Vielleicht würde es gar nichts bringen. Zumindest nichts für ihre Beziehung zu Tom. Oder hoffte sie, er wäre bei ihrer Rückkehr geläutert? Weil sie ihm mit ihrer Abwesenheit Zeit zum Nachdenken zugestand? Aber sie war es doch, die sich auf sich selbst besinnen wollte. Das hatte nichts mit Tom zu tun. Er würde hinterher derselbe sein. Sie in den Arm nehmen, einen Kuss auf ihre Stirn drücken und nach der Reise fragen, als wäre sie bei einer guten Freundin gewesen. Und was Frauen zu besprechen hatten, wollte ein Mann gar nicht so genau wissen …

INSEL DER NACHTIGALLEN – erotischer Liebesroman, ab 20. Mai auf Amazon erhältlich

Die Protagonisten – Tom

© Piotr Wawrzyniuk – Fotolia.comTom ist der Mann in Theresas Leben. Für den erfolgreichen vierzigjährigen Zahnarzt liefe es rund, wenn da nicht dieses merkwürdige Gefühl zunehmender Distanz zwischen ihm und seiner Frau wäre. Die erotischen Geschichten, die sie schreibt, wenn sie sich in ihr Arbeitszimmer zurückzieht, irritieren ihn. Vermisst sie etwas, das er ihr nicht geben kann?

Leseprobe:
… Theresa hielt seinem Blick stand. Dass sie innerlich kochte, ahnte er. Sie sah hübsch aus, wenn sie aufgebracht war. Das lange rote Haar fiel ihr heute Morgen wirr ins Gesicht. Ihre unglaublich blauen Augen sprühten vor Leidenschaft. Und die Sommersprossen auf ihrer Nase schienen noch kräftiger zu leuchten. Eigentlich hatte er nicht wenig Lust, sie zu schnappen und noch mal mit ihr im Bett zu verschwinden. Aber dieser Gedanke erschien ihm zu verwegen. Hatte er einer solchen Idee überhaupt jemals nachgegeben? Eigentlich bedauerlich. Jetzt war es wohl endgültig zu spät dafür. Lautlos seufzte er in sich hinein …