Jetzt ist er da: The Secrets of Grey Days

GoG-3d-kleinSeit heute ist er erhältlich, der neue Roman von Nora Amelie unter dem Titel

THE SECRETS OF GREY DAYS – Die Agentur

Marlenas Timing ist perfekt. Pünktlich zum Filmstart von „Fifty Shades of Grey“ eröffnet sie eine Eventagentur der besonderen Art – G.o.G. Ihr Slogan: Jeder Frau ihren Grey. Sie erfindet die Grey-Days. In exklusivem Ambiente warten nicht nur Luxus pur, teure Autos und aufregende Events auf die Kundin, sondern auch ihr ganz persönlicher Mr. Grey. Er führt sie in seine dunkle Welt ein. Das Schönste daran – wer Glück hat, gewinnt ihn dauerhaft für sich.

Dass sie sich in der Geschäftswelt mit G.o.G. nicht nur Freunde macht, ist Marlena natürlich bewusst. Aber wer hätte damit gerechnet, dass sie in den Sog ihrer eigenen Kreation gezogen wird? Adam, einer ihrer Mitarbeiter, kann die Finger nicht von ihr lassen. Mattes, ihr Geschäftsführer, glaubt seit Jahren, sie lebe abstinent und will sie endlich für sich gewinnen. Und Alex? Mit Alex, einem Gynäkologen, verbindet sie die Leidenschaft für eine ganz spezielle Neigung. Doch das ist ihr Geheimnis. Bis zu jenem Tag, an dem diese kompromittierenden Fotos auftauchen …

THE SECRETS OF GREY DAYS – ein zweiteiliger Roman über die Auswirkungen des Hypes um „Fifty Shades of Grey“. Mit echten Kerlen, starken Frauen und einer ganz und gar verrückten Idee. Teil 2 erscheint im Sommer 2015. Schaut euch gern die Leseprobe auf amazon an.

Für Leser, die den Roman INSEL DER NACHTIGALLEN kennen, gibt es ein Wiedersehen mit Jon und Theresa. Die beiden spielen eine durchaus tragende Rolle 😉

Neuer Roman – THE SECRETS OF GREY DAYS


Am 28. Februar erscheint der neue Roman von Nora Amelie

THE SECRETS OF GREY DAYS

Marlena betreibt auf einer Insel im Norden ein beliebtes Hotel. Doch sie fühlt sich nicht ausgelastet. Sie will mehr. Am liebsten ein Themenhotel, das sich am Bestseller „Fifty Shades of Grey“ orientiert. Da sie diese Idee aber für nicht realisierbar hält, gründet sie statt dessen eine Eventagentur – GRAFT of GREY. Oder kurz G.o.G. Kunden bekommen hier etwas ganz Besonderes – ein Fifty-Shades-Feeling der Extraklasse.

Roman in 2 Teilen. Teil 2 erscheint im Sommer 2015.

FIFTY SHADES OF GREY – vom Mummy-Porn zum Mädchenfilm?

Die Medien überschlagen sich. Erst monatelang ganz spekulativ, jetzt kommt die Retourkutsche. Weil der Film nichts anderes ist als die Verfilmung des Bestsellers, gibt’s ordentlich Haue für FIFTY SHADES OF GREY. Die Headlines der Reviews lesen sich natürlich ganz im Stil des Streifens, nämlich schwarz-weiß. Entweder wird er als kitschig, harmlos, öde und enttäuschend bezeichnet oder als „Süße Folter“, heiß und romantisch. Komisch, nirgends las ich bisher die Formulierung „ganz großes Kino“. Aber gut, kommt vielleicht noch.

In jedem Fall ist FIFTY SHADES OF GREY eines: ein ganz erstaunliches Marketing-Phänomen. Und das bedeutet: Wir können davon lernen. Allerdings fängt die Lektion auch mit einem alten Grundsatz an: Von nichts kommt nichts. Oder etwa doch?

Genaugenommen begann dieses Phänomen wie im Märchen. Fans bejubelten die Fan-Fiktion, Medien machten sie groß, noch mehr Medien zum Hype. Aber warum, zum Teufel, sucht jetzt jeder nach der Erfolgsformel? Und nicht minder wenige nach dem tiefen Sinn des Ganzen? Der dann darin gipfelt, dass aus einem anfänglichen Mummy-Porn eine „Erlösungsphantasie für Mädchen“ gemacht wird … Echt jetzt?

Für mich ist FIFTY SHADES OF GREY weder das eine noch das andere. Und den Begriff Mummy-Porn mag ich schon mal gar nicht. Wie kann ein Bestseller ein Hausfrauen-Märchen sein? Gibt’s wirklich so viele Frauen – es müssen ja an die 70 Millionen sein, die in althergebrachter Tradition ihren Job aufgeben (oder gar nicht erst einen annehmen), um sich ums Putzen und Kinderkriegen zu kümmern und dem Angetrauten abends ganz unterwürfig das Essen zu servieren? Na, wenn das so ist, macht der Roman ja alles richtig. Dann IST er eine Geschichte für Hausfrauen. Und dann haben wir den Hausfrauen dieser Welt dieses Massenphänomen zu verdanken. Und dank dieser Hausfrauen muss dann auch wirklich jede Zeitung am Tag 1 nach der Weltpremiere mindestens mit einem Beitrag über BDSM aufmachen. Naja …

Ich glaube, FIFTY SHADES OF GREY hat einen tieferen Sinn. Und der lässt sich viel banaler formulieren, als es uns die Medien mit ihrer Sichtweise darauf weismachen wollen. Wir, Männer und Frauen, müssen wieder mehr miteinander reden. Insbesondere und vor allem über Sex. Von erwachsenen Menschen sollte man annehmen können, dass sie das tun. Aber fassen wir uns an die eigene Nase – wie viel bleibt ungesagt?

Und der Film soll etwas daran ändern? Vielleicht. Zunächst wird er natürlich als das wahrgenommen, was er ist. Als lange herbeigesehnte Verfilmung eines Romans in aufregenden Bildern, mit schönen Darstellern und romantischer Musik. Es wird dauern, ehe die wirklich ernsthaft gemeinten Beiträge darüber in die Medien kommen. Aber sie werden kommen müssen. Zur Funktionsweise von Bestsellern gehört nämlich die Tatsache, dass sie sich um die Lösung eines global existierenden Problems bemühen. Eines Problems, das bislang keine Lösung erfahren hat. Und ich verrate sicher kein Geheimnis, wenn ich behaupte, dass es um das Miteinander von Mann und Frau geht.

Die Gleichstellungsdebatte, so meine Vermutung, tut uns nicht ausschließlich gut. Sie versucht etwas, was vielleicht nicht unbedingt gegen die Natur des Menschen spricht. Aber sie tut es nicht immer im Sinne dieser unserer Natur. Frauen sind anders als Männer. Abhängig davon, wo auf dieser Welt sie leben, und abhängig vom Laufe der Geschichte haben sie einen anderen gesellschaftlichen Status bzw. erfährt dieser einen Wandel. Das impliziert allerdings auch, dass sich der gesellschaftliche Status der Männer verändert. Beide, Mann und Frau, nähern sich einander an, indem sie Aufgaben aus dem Bereich des jeweils anderen übernehmen. Es ist gut, dass Frauen nicht mehr vom Wohlwollen ihres Mannes abhängig sind. Aber könnte es sein, dass die Gleichberechtigung manchmal als Last empfunden wird, die sie gar nicht tragen können? Oder wollen? Da kommt uns ein modernes Märchen wie das von Ana und ihrem Traumprinzen Christian gerade recht. Wir beamen uns mit FIFTY SHADES OF GREY quasi in eine Zeit (oder sollte ich angemessener sagen: einen fiktiven Raum), „da die Menschen noch an Wunder glaubten“.

Genau. Märchen hat man sich zu jeder Zeit erzählt. Ihre Funktion besteht darin abzulenken. Wovon wollen wir uns ablenken lassen? Etwa von unserer wachsenden Unfähigkeit zu sagen, was genau Liebe ist? Wie wir geliebt werden wollen, um uns rundum wohlzufühlen? Glücklich zu sein?

Ups, jetzt habe ich noch gar nicht über BDSM gesprochen. Dabei wird uns der Film ja als SM-Romanze verkauft. Hab ich doch glatt über’s Sinnieren vergessen. Aber für mich geht’s eben um mehr als ein bisschen Haue 😉