Das Baby der Schneemänner

babyAm Ende der 3. Staffel von DIE SCHNEEMÄNNER hatte ich euch gebeten, dem Baby von Jacob, Paul und Louisa einen Namen zu geben. Ihr habt mir daraufhin in den letzten Monaten Vorschläge unterbreitet, von denen ich hier die am häufigsten genannten und drei irische (ihr wisst schon, warum ;-)) zur Wahl stelle.

Jeder von euch kann für maximal zwei Namen voten. Am besten so, dass diese beiden Namen dann auch zusammen passen.

Wie die Entscheidung ausgefallen ist, erfahrt ihr in Hawks Geschichte, die im Januar 2018 erscheint 😉

Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Wahl! 🙂

Wie soll die Tochter der Schneemänner heißen?

 

Die schottische Reise – Na, schon gepackt?

sr-blogInzwischen steht bereits der zweite Teil von „Die schottische Reise“ in den Startlöchern. Zeit, euch also endlich mit dem größten Projekt vertraut zu machen, das ich in diesem Jahr auf dem Plan hatte. Ich war im Frühsommer vier Wochen lang auf Recherchetour in Schottland. Um natürlich einen Schottland-Roman zu schreiben 😉 Das heißt, nicht nur einen. Es gibt Ideen für zwei weitere. Die Ausbeute ist also groß. Aber schaut erst einmal, wie euch diese Geschichte hier gefällt.

DIE SCHOTTISCHE REISE

Eine Story über Schottland schreiben? Juli ist im siebten Himmel und entwirft schon mal die Tourenplanung für die Highlands. Es gibt nur ein winziges Problem: Sie braucht jemanden, der die Fotostrecken produziert.

Matt könnte auf diesen Auftrag locker verzichten. Aber die rothaarige Journalistin ist ihm bereits einmal entwischt. Diesmal wird er sie sich vornehmen. Und ihr Versteckspiel beenden. Auch wenn er dafür durch die halbe Weltgeschichte reisen und sein eigenes Geheimnis gut verbergen muss.

Dass sie ihn ständig provoziert, kann er verkraften. Doch ihr unbedachtes Statement setzt dem Ganzen echt die Krone auf. ‚Dominante Männer sind eine Randerscheinung‘, behauptet Juli steif und fest. Und Frauen, die das denken, würde Matt gern eines Besseren belehren.

Dann muss der Bad Boy in ihm jetzt wohl sämtliche Register ziehen …

Ein Roman vor der atemberaubenden Kulisse der schottischen Highlands. Eine Gratwanderung zwischen Leidenschaft und Zweifel. Eine Reise an Grenzen.

Teil 1 als eBook und Taschenbuch auf amazon.

Wer sich zusätzlich von Bildern inspirieren lassen möchte, mag sicher den BUCHTRAILER zum Roman 🙂

Das SCHNEEMÄNNER-Finale ist da!

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Lange erwartet, jetzt endlich da. Das Finale zur turbulenten Geschichte um Paul, Jacob und Louisa. Diesmal gleich als komplette Staffel. Wer Taschenbücher bevorzugt, das Print erscheint Ende April.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und bin gespannt zu erfahren, ob ihr euch den Ausgang der Story so vorgestellt habt 😉

Ein Geheimnis sei an dieser Stelle noch gelüftet: Ende 2017 erscheint „Hawks Geschichte“. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass mindestens Louisa, aber auch die Schneemänner da kräftig mitmischen werden …

Wie viel Nora Amelie steckt in den Hauptfiguren?

Nora Amelie

Das ist eine der Fragen, die mir immer wieder gestellt wird. Meine Affinität zum Autofahren guckt den Protagonistinnen natürlich aus jedem Knopfloch. Aber bin das wirklich ich?

Ich hab die Gelegenheit genutzt und euch einfach mal ein paar der häufig gestellten Fragen beantwortet. Wenn ihr weitere habt, schickt sie an meine Mailadresse (im Impressum). Bei nächster Gelegenheit gehe ich gern näher drauf ein 🙂

Warum schreibst du, Nora?
Weil ich mich als Kind immer darüber geärgert habe, dass ich das Ende einer Geschichte schon nach einem Viertel des Buches erahnen konnte. Ich hatte den Ehrgeiz, es spannender zu machen.

Wie denkst du heute darüber?
Spannung finde ich nach wie vor wichtig. Und eine Story, die vorhersehbar ist, reizt mich nicht.

Wie bringst du Spannung in deine eigenen Romane?
Ich gebe der Geschichte Raum. Ich lasse sie sich entwickeln. Ich habe nie alle Details im Kopf, wenn ich beginne. Und meine Figuren bekommen Mitspracherecht.

Warum?
Weil sie oft ziemlich genau wissen, was sie wollen. Kürzlich beispielsweise hatte ich bereits die Schlussszene im Kopf, schrieb aber noch an der davor. Plötzlich führte ein Wortwechsel zwischen den Figuren in eine ganz andere Richtung als geplant. Ich war neugierig und gab dem nach. Hinterher musste ich die Schlussszene neu schreiben.

Behindert dich das beim Arbeiten?
Überhaupt nicht. Das macht es ja gerade spannend. Im Grunde weiß ich nie, was beim Schreiben aus der Geschichte wird, die ich mir irgendwann einmal ausgedacht habe.

Heißt das, du bist völlig planlos?
Nein. Es gibt schon einen roten Faden, dem meine Romane folgen. Ich weiß, was ich erzählen möchte. Ich weiß auch, wohin das führen soll. Aber meine Hauptfiguren sind so eigensinnig wie ich selbst. Deshalb muss ich mich immer wieder neu mit ihnen arrangieren.

Hört sich an, als hättest du ein sehr spezielles Verhältnis zu ihnen?
Hab ich tatsächlich. Aber ich glaube, das geht vielen meiner Kollegen ähnlich. Es fällt schwer loszulassen.

Gibt es deshalb immer wieder Verbindungen von einem Roman zum anderen?
Genau. Ich liebe es, meine Lieblingsfiguren auch in neuen Geschichten auftauchen zu lassen.

Aktuell schreibst du den Fortsetzungsroman DIE SCHNEEMÄNNER. Welche „alte“ Figur hast du da eingebaut?
Es sind mehrere „alte“ Figuren. In Kürze kommt z. B. Alex, gutaussehend und geheimnisvoll, zum Zuge. Darauf freue ich mich schon wahnsinnig. Weil es der Geschichte in diesem Fall auch eine unerwartete Würze verleiht.

Zum Schluss die wichtigste aller Fragen: Wie viel Nora Amelie steckt in deinen weiblichen Protagonisten?
So viel, wie hineinpasst.

DIE SCHNEEMÄNNER – Staffel 3

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Inzwischen ist es amtlich. DIE SCHNEEMÄNNER erscheinen mit einer 3. Staffel. Diesmal gleich alle drei Teile im Sammelband. Das konkrete Datum steht noch nicht fest. Aber auf jeden Fall ist der Erscheinungstermin für die erste Aprilhälfte geplant. Wer Jacob, Paul und Louisa noch nicht kennt, hier geht’s zu allen sechs Teilen, die bisher erschienen sind … DIE SCHNEEMÄNNER Teil 1 – 6 auf amazon.

 

 

 

Let’s talk about DIE SCHNEEMÄNNER

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An dieser Stelle ein Fazit zum Schneemänner-Talk kürzlich auf Facebook.

Eine illustre Fan-Runde hatte sich zusammengefunden: Freunde, Autorenkollegen, Leser und solche, die es werden wollen. Ganz grundsätzlich wollten wir eine Antwort auf die Frage finden: Wie geht’s weiter mit Paul, Jacob und Louisa?

Nachfolgend ein paar O-Töne. Die gesamte Debatte, die sich über eine knappe Stunde hinzog, könnt ihr lesen, wenn ihr das Bild anklickt, oder diesem Link folgt.

RK: … Finde, dass die Geschichte auch mehr aus der Sicht der Männer beleuchtet werden könnte …

SN: … Ich wünsche mir ein Happyend und kein Drama …

GR: … Diese polyamouröse Schwebe ist doch gerade der Charme dieser Geschichte …

SN: … für diese Geschichte wünsche ich mir, dass sich die Dreierbeziehung durchsetzt …

SB: … Kinder passen immer in eine Beziehung!

AM: … Sie leben alle drei zusammen unter einem Dach.

Dann sind wir also mal neugierig, wie die Sache ausgeht. Teil 6 des Romans erscheint in wenigen Tagen auf amazon. Anfang April startet die 3. Staffel.

DIE SCHNEEMÄNNER Teil 4 erschienen

die-schneemaenner-4-kleinerPünktlich zum Jahreswechsel geht die Geschichte um Jacob, Paul und Louisa weiter. Dabei stellt sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, eine Beziehung zu dritt zu führen. Vor allem fragt sich: Ist hier überhaupt wer in wen verliebt?

Textauszug:
… „Das war echt nicht geplant, meine Hübsche. Eigentlich ging es eher um so etwas wie ‚Bad Boy, good Boy‘.“ Er greift mir ins Haar und zieht meinen Kopf leicht zur Seite, damit er meinen Hals besser erreicht. „So schlimm?“, fragt er dann.
„Schlimm ist gar kein Ausdruck“, flüstere ich.
Er hat mich längst. Ich schmelze schon wieder dahin. Die fiese Nummer in Jacobs Praxis rückt in weite Ferne. Ich konzentriere mich nur noch auf das, was in diesem Moment geschieht. Als ich kurz davor bin, mich tief in mein Gefühl fallen zu lassen, schiebt Paul mich sanft von sich.
„Komm, hoch mit dir. Ich mach es wieder gut.“
Er steigt aus der Wanne, greift nach einem Badetuch und hält mir die Hand hin …

DIE SCHNEEMÄNNER 4 – Paul. Als ebook auf amazon, aktuell für 0,99 €.

Die Schneemänner – Pauls dunkle Seite


Wer ist Paul?
Während eines nächtlichen Gesprächs zwischen Louisa und Jacob stellt sich heraus, dass Paul seine Vorliebe für BDSM gern in entsprechenden Clubs auslebt. Im Gegensatz zu Jacob ist Paul bislang zwar noch nicht in einem früheren Roman aufgetaucht. Aber den Club, den er hin und wieder besucht, kennen Leser meiner Bücher tatsächlich bereits. Schauen wir uns diese „Örtlichkeit“ durch die Augen einer Frau an. Marlena – Hauptfigur in „The Secrets of Grey Days“. Denn Pauls Spielplatz ist der BDSM-Club von Marlenas Partner Alex …

Es gab eine breite gekieste Auffahrt, die in sanften Schwüngen durch den Park direkt zum Haus führte. Nichts ließ erkennen, was sich hinter der Fassade verbarg. Die wenigen geparkten Fahrzeuge seitlich vom Gebäude konnte man locker für zum Eigentümer gehörige halten. Marlena wäre jede Wette eingegangen, dass die meisten Leute in dieser Gegend keine Ahnung von der Obsession ihres Nachbarn hatten. Hier lebten offensichtlich Menschen, die gern unter sich und ihresgleichen blieben. Was ganz gewiss nichts mit dem üblichen nachbarschaftlichen Gebaren gemein hatte, sich gegenseitig regelmäßig zu besuchen oder Gespräche über den Gartenzaun zu führen. Gesellschaften zu geben, war hier normal …

Während sie durch das Haus spazierten, geriet ihr Gespräch vorübergehend ins Stocken. Grund war Marlenas steigende Anspannung, als sie durch eine weitere Flügeltür einen langen breiten Korridor betraten. Er war mit dicken Teppichen ausgelegt, die ihre Schritte schluckten, und hatte Wände in Bordeauxrot. Sie waren weiß abgesetzt und immer wieder unterbrochen von schwarzen Marmorsäulen auf ebenfalls weißen Sockeln. Links fiel der Blick durch hohe Sprossenfenster hinaus auf den Vorplatz des Hauses. Rechts gab es Türen, die Vincent unbeachtet ließ. Nirgends ein Hinweis darauf, was den Gast hier tatsächlich erwartete. Selbst die Bücher in den wandhohen Regalen, die in regelmäßigen Abständen in die Mauern eingelassen waren, verstärkten eher den Eindruck eines Wohnhauses, als dass sie auf bizarre Aktivitäten hinwiesen …

’Die Räumlichkeiten im Westflügel führen bewusst in die Irre und erwecken den Anschein eines Labyrinths’, hatte Vincent ihr erläutert, als er sie bei ihrem ersten Besuch hier in den Teil des Hauses geführt hatte, der ausschließlich Clubmitgliedern vorbehalten war.
Sie folgten einem langen Gang, an dessen Seiten Metallkonstruktionen aufgereiht waren. Wie die Inneneinrichtung eines Gefängnisses sah es aus.
’Unsere Käfige. Das Zur-Schau-Stellen ist eine gern erteilte Strafe’, hörte sie Vincent erneut in ihrem Kopf. Sie hatte damals sofort gewusst, dass sie so etwas hassen würde. Die Käfigtüren waren mit massiven Vorhängeschlössern versehen. In manchen gab es schmiedeeiserne Ringe mit langen Ketten daran oder Stahlfesseln für Fuß- und Handgelenke. Die Käfige selbst waren kaum mannshoch. Offensichtlich war ein aufrechter Stand darin nicht vorgesehen.

Als sie die Treppe zur unteren Etage erreichten, stockte Marlena beinahe der Atem. Der Keller. So ganz und gar klischeehaft, wie man sich das überhaupt vorstellte. Hier war das Licht spärlich. Der Schein leicht rußender Fackeln flackerte über rau verputzte Wände und warf Schatten. Links und rechts des Ganges ließen vergitterte Fenster den Blick in verschiedene Kammern zu. Einige davon kannte sie inzwischen. Ohne hinzusehen, wusste sie von dem Gebilde aus Leder, das an Ketten von der Decke der ersten Kammer hing und wie eine grobe Flechtarbeit wirkte. Sling oder Liebesschaukel nannte man das. Auch mit dem Pferd in der nächsten hatte sie bereits Bekanntschaft geschlossen. Mit ihm und der Kollektion von Peitschen an der Wand daneben, deren Namen und Bestimmung sie sich immer noch nicht vollständig eingeprägt hatte.
Weiter hinten in den Räumen gab es eine Art Spinnennetz aus dünnen Ketten, mehrere Andreaskreuze in verschiedenen Größen und mit den unterschiedlichsten Utensilien bestückt und einen gynäkologischen Behandlungsstuhl, bei dem sie Alex im Verdacht hatte, dass er ihn aus seinen eigenen Beständen rekrutiert hatte. An die überall herumstehenden, lederbezogenen Holztische, die durch daran befestigte Haken und Ösen auffielen, an die Seilzüge und diverse andere Gerätschaften, vor denen sie sich geradezu fürchtete, mochte sie gar nicht erst denken …

Jetzt stellt sich natürlich sofort die Frage, ob Paul Louisa jemals in diesen Club mitnehmen wird. Und wenn, ob sein Freund Jacob dann wieder in die Rolle des stillen Beobachters schlüpft? Oder wird er eher verhindern, dass Paul mit Louisa seine Spiele treibt?

Wir werden es bald wissen. DIE SCHNEEMÄNNER Teil 4 erscheint am 26. November und eröffnet Staffel zwei der ungewöhnlichen Dreiecksgeschichte 🙂

Die Schneemänner – Jacobs Geheimnis

Jacob aus DIE SCHNEEMÄNNER
Wer ist Jacob? Wer ist der Typ, der Louisa den Kopf verdreht, als sie nichtsahnend im Hotelpool vor sich hin schwimmt? Und der sie später mit Kumpel Paul in die Private Suite „entführt“? Kennen wir den nicht irgendwoher?

Lesern meiner Romane dürfte dieser Name tatsächlich etwas sagen. Denn Jacob hatte sein Debüt bereits vor zwei Jahren. In „Insel der Nachtigallen“, Teil 2, ist über seinen ersten Auftritt als Romanfigur Folgendes zu lesen:

… Eine weitere Hand schob sich in ihre. Als sie aufblickte, schaute sie in grünbraune Augen.
„Dr. Dr. Jacob Scherzer“, nannte Constanze den Namen des Kollegen.
Scherzer nickte kurz. „Schön, dass Sie da sind.“
„Zwei Titel?“, fragte Theresa nach.
Er nickte erneut und fügte leicht ironisch hinzu: „Doppelqualifizierung.“ Sein Schmunzeln war nur angedeutet und ein klein wenig schief, was seinem Gesicht einen etwas spöttischen Ausdruck verlieh … 

Das also ist Jacob. Und in dieser Szene begegnet er Theresa, der Hauptfigur im Roman „Insel der Nachtigallen“. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch. So kommt es am selben Abend zu einem weiteren Zusammentreffen:

… Jacob lotste sie zu seinem Auto in die Tiefgarage. Sie war wirklich von allen guten Geistern verlassen, sich mit einem ihr unbekannten Typen hier unten herumzutreiben. Nicht mal Constanze hatte mitbekommen, dass sie zusammen verschwunden waren.
„Vertrauen fällt manchmal schwer, stimmt’s?“ fragte er und hielt ihr die Beifahrertür auf.
Theresa fühlte sich ertappt. „Bin ich so durchschaubar?“, fragte sie, als er sich neben ihr hinters Lenkrad setzte.
Er lächelte. „Vergiss nicht. Ich bin doppelqualifiziert.“
Wie immer er das gerade meinte, sie musste lachen. „Was hast du vorher gemacht?“, wollte sie wissen. Langsam stellte sich in ihren Nervenbahnen wieder ein wenig Ruhe ein. Sie beobachtete, mit welcher Leichtigkeit er die schmalen Kurven der Auffahrt nahm, an denen der Lack zahlreicher Fahrzeuge klebte.
„Verschiedene Praxen in Süddeutschland und in Hamburg. Ein paar Monate Notfallaufnahme, dann angestellt. Nebenher die zweite Promotion.“
„Ordentlich Arbeit“, meinte sie.
Er nickte. „Ich hatte zu tun, ja.“
„Und du wolltest die Niederlassung oder ist es eher ein Kompromiss?“
„Nein. Ich wollte. Und ich wollte immer mit Partnern. Passt einfach gut, wenn man als Arzt mehrere Zahnärzte ergänzt.“
„Das eine oder das andere davon kam nicht in Frage?“
„Darüber hab ich auch nachgedacht.“ Er setzte den Blinker und wechselte auf das Reichpietschufer. „Aber irgendwie fiel mir die Entscheidung schwer. Und dann hätte es eben diesem roten Faden widersprochen, den ich mir ja selbst gestrickt habe.“
Sie nickte. Das konnte sie gut verstehen. Wenn man erst mal einen Plan hatte, war man bereit, den auch gegen Widerstände umzusetzen. Irgendeine sinnvolle Lösung fand sich immer. Hatte Toms Plan etwas Sinnvolles ergeben?
„Und du?“, riss er sie aus ihren Gedanken. „Bist du schon lange dabei?“
„Ich hab meinen Abschluss mit Constanze gemacht. Sie ging dann erst mal auf Wanderschaft, ich gleich nach Berlin.“
„Warum?“
„Mein Mann hat mir ein paar Jahre voraus. Ich wollte in seine Praxis einsteigen. Und die war damals schon hier. Also hab ich mir zwei Jahre lang angeschaut, was die Kollegen so machen, und bin danach zu ihm gewechselt.“
Sie rutschte ein wenig tiefer in den Sitz und schob sich ihre Tasche in den Rücken.
„Rückenschmerzen?“
Sie winkte ab. „Wer hat die nicht. Die Woche war lang.“
„Beug dich mal vor“, sagte er und warf ihr einen Seitenblick zu.
Sie schaute erschrocken zu ihm rüber. „Wieso?“
„Mach schon. Einfach vorbeugen.“
Sie stützte sich mit den Ellenbogen auf den Oberschenkeln ab und lehnte den Kopf gegen das Armaturenbrett des Lexus. Sie brauchte einen Moment, bis sie eine Position gefunden hatte, die ihrem Kiefer nichts auszumachen schien. Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, wie Jacob hinter sie griff. Dann begann er, seine Handfläche über ihren Rücken zu schieben.
„Musst nur sagen, wo … Hier? …“
Seine Hand, fest und warm, hatte ihr Kreuzbein gefunden und bewegte sich nicht mehr. Theresa brummelte etwas, das sich nach Bestätigung anhören sollte. Sie spürte, wie es unter Jacobs Berührung warm wurde und wie diese Wärme unaufhörlich in ihren Rücken hineinsickerte.
„Gut?“, fragte er.
„Hmhm.“
Sie schloss die Augen und konzentrierte sich darauf, ruhig zu atmen. Es dauerte nicht lange, da begann sie, sich zu entspannen. Währenddessen steuerte der Mann seinen Wagen durch den spätabendlichen Verkehr und schließlich auf die Stadtautobahn. Erst dort nahm er seine Hand fort. Mit einem tiefen Seufzer lehnte sie sich in den Sitz zurück. „Echt gut.“
Er warf ihr einen Seitenblick zu und lächelte auf eine Weise, die einen Schauer unter ihre Haut jagte. „Gerne wieder.“ … 

Tja, ich darf euch verraten, dass sich diese Situation tatsächlich wiederholt, zumindest im weitesten Sinne 😉 Wer also neugierig auf Jacobs Vorgeschichte ist, sollte deshalb ein klein wenig im zweiteiligen Roman „Insel der Nachtigallen“ schmökern. Als eBook und Taschenbuch auf amazon.

Neben Bad Boy Jacob gibt es im Roman „Die Schneemänner“ auch Paul, seinen Freund, der eigentlich der größere Bad Boy ist. Weil Paul nicht nur ein Geheimnis hat, sondern gleich eine wirklich dunkle Seite. Auf die sind wir natürlich alle neugierig. Deshalb bald mehr zur Frage: Wer ist Paul?

Wie die Geschichte um DIE SCHNEEMÄNNER weitergeht, erfahrt ihr dann ab 26. November, wenn mit Teil 4 die zweite Staffel des Romans startet.

Neuer Roman thematisiert Totenfotografie

totenfotografie-post-mortem-fotografieAlte Fotografien haben manchmal etwas Furchteinflößendes. Wie diese hier. Verlassene Behausungen, denen man auf ungewöhnliche Weise wieder Leben einhaucht. Quasi als Geist werden die ehemaligen Bewohner hineinprojiziert …

Auch Nathalie, Hauptfigur im zweiteiligen Roman „Sand des Vergessens“, begegnet den Geistern ihrer Vergangenheit. Zum Nachlass ihrer Großmutter gehört nicht nur ein verwinkeltes Fachwerkhaus an der Küste. Sie entdeckt auch alte Fotografien. Furchteinflößende Aufnahmen, denn sie bilden Tote ab. Obwohl man sich bei vielen Bildern sichtlich darum bemüht hat, diese Toten lebendig wirken zu lassen. Auf der Suche nach Erklärungen für die merkwürdigen Fotos findet Nathalie Hinweise auf eine besondere Form, Menschen darzustellen – die Post Mortem Fotografie, kurz Totenfotografie. Aber was ist das genau?

Als das Fotografieren noch in den Kinderschuhen steckte, etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, war es für die meisten Menschen unerschwinglich. Deshalb gab es nur drei Anlässe, zu denen man sich diese Erinnerung leistete. Zur Taufe eines Kindes, zur Hochzeit und im Todesfall. Die Kindersterblichkeit war jedoch sehr hoch. So wurden viele der Kleinen erst fotografiert, als sie bereits gestorben waren. Für das einzige Foto in ihrem kurzen irdischen Dasein stellte man die Toten gern als noch lebend dar. Meistens in den Armen ihrer Mütter, auf einem Stuhl sitzend oder mit ihrem Lieblingsspielzeug, oft aber auch im Kreise der Geschwister oder ganzer Familien.
Natürlich geriet man dabei unter Zeitdruck. Fotos entstanden nicht im Bruchteil von Sekunden, sondern in stundenlangen Sitzungen. Man musste ewig in der vorgeschriebenen Position verharren. Zum anderen verändert sich der Mensch, wenn er tot ist. Um das zu kaschieren, trugen Tote häufig Handschuhe oder wurden von so genannten Körperhaltern fixiert, die übrigens zum Teil noch bis in die Gegenwart in alten Fotostudios Verwendung fanden.

Fast alle Post Mortem Fotografien zeigen sehr ernsthafte, melancholische oder traurige Gesichter. Obwohl der Tod damals gegenwärtig war und man einen ganz anderen Umgang mit ihm pflegte als heute. Wir nehmen trotzdem an, dass die Lebenden, die sich mit Toten abbilden lassen mussten, von diesem Prozedere traumatisiert wurden. Besonders für Kinder, so glauben wir aus unserem heutigen Verständnis heraus, muss das eine dramatische Erfahrung gewesen sein …

Die Romanfigur Nathalie, wenn auch erwachsen, ist tatsächlich traumatisiert. Denn sie entdeckt zwischen den alten Fotos auch neuere Aufnahmen. Darunter die von ihrem Vater, von dem sie zwar weiß, dass er gestorben ist, den sie jedoch niemals auf dem Totenbett gesehen hatte. „Sand des Vergessens“ erzählt, wie Nathalie, indem sie die Geschichte der mehr als hundert Jahre alten Fotos enträtselt, einen neuen Umgang mit dem frühen Tod ihres Vaters findet. Es ist ein dramatischer Roman um Verlust und die Suche nach Liebe, um innere Zerrissenheit und um die Hoffnung, endlich Glück und Frieden zu finden.

SAND DES VERGESSENS, Teil 1 und 2 als eBook und Taschenbuch auf amazon.