DIE SCHNEEMÄNNER Teil 4 erschienen

die-schneemaenner-4-kleinerPünktlich zum Jahreswechsel geht die Geschichte um Jacob, Paul und Louisa weiter. Dabei stellt sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, eine Beziehung zu dritt zu führen. Vor allem fragt sich: Ist hier überhaupt wer in wen verliebt?

Textauszug:
… „Das war echt nicht geplant, meine Hübsche. Eigentlich ging es eher um so etwas wie ‚Bad Boy, good Boy‘.“ Er greift mir ins Haar und zieht meinen Kopf leicht zur Seite, damit er meinen Hals besser erreicht. „So schlimm?“, fragt er dann.
„Schlimm ist gar kein Ausdruck“, flüstere ich.
Er hat mich längst. Ich schmelze schon wieder dahin. Die fiese Nummer in Jacobs Praxis rückt in weite Ferne. Ich konzentriere mich nur noch auf das, was in diesem Moment geschieht. Als ich kurz davor bin, mich tief in mein Gefühl fallen zu lassen, schiebt Paul mich sanft von sich.
„Komm, hoch mit dir. Ich mach es wieder gut.“
Er steigt aus der Wanne, greift nach einem Badetuch und hält mir die Hand hin …

DIE SCHNEEMÄNNER 4 – Paul. Als ebook auf amazon, aktuell für 0,99 €.

Die Schneemänner – Pauls dunkle Seite


Wer ist Paul?
Während eines nächtlichen Gesprächs zwischen Louisa und Jacob stellt sich heraus, dass Paul seine Vorliebe für BDSM gern in entsprechenden Clubs auslebt. Im Gegensatz zu Jacob ist Paul bislang zwar noch nicht in einem früheren Roman aufgetaucht. Aber den Club, den er hin und wieder besucht, kennen Leser meiner Bücher tatsächlich bereits. Schauen wir uns diese „Örtlichkeit“ durch die Augen einer Frau an. Marlena – Hauptfigur in „The Secrets of Grey Days“. Denn Pauls Spielplatz ist der BDSM-Club von Marlenas Partner Alex …

Es gab eine breite gekieste Auffahrt, die in sanften Schwüngen durch den Park direkt zum Haus führte. Nichts ließ erkennen, was sich hinter der Fassade verbarg. Die wenigen geparkten Fahrzeuge seitlich vom Gebäude konnte man locker für zum Eigentümer gehörige halten. Marlena wäre jede Wette eingegangen, dass die meisten Leute in dieser Gegend keine Ahnung von der Obsession ihres Nachbarn hatten. Hier lebten offensichtlich Menschen, die gern unter sich und ihresgleichen blieben. Was ganz gewiss nichts mit dem üblichen nachbarschaftlichen Gebaren gemein hatte, sich gegenseitig regelmäßig zu besuchen oder Gespräche über den Gartenzaun zu führen. Gesellschaften zu geben, war hier normal …

Während sie durch das Haus spazierten, geriet ihr Gespräch vorübergehend ins Stocken. Grund war Marlenas steigende Anspannung, als sie durch eine weitere Flügeltür einen langen breiten Korridor betraten. Er war mit dicken Teppichen ausgelegt, die ihre Schritte schluckten, und hatte Wände in Bordeauxrot. Sie waren weiß abgesetzt und immer wieder unterbrochen von schwarzen Marmorsäulen auf ebenfalls weißen Sockeln. Links fiel der Blick durch hohe Sprossenfenster hinaus auf den Vorplatz des Hauses. Rechts gab es Türen, die Vincent unbeachtet ließ. Nirgends ein Hinweis darauf, was den Gast hier tatsächlich erwartete. Selbst die Bücher in den wandhohen Regalen, die in regelmäßigen Abständen in die Mauern eingelassen waren, verstärkten eher den Eindruck eines Wohnhauses, als dass sie auf bizarre Aktivitäten hinwiesen …

’Die Räumlichkeiten im Westflügel führen bewusst in die Irre und erwecken den Anschein eines Labyrinths’, hatte Vincent ihr erläutert, als er sie bei ihrem ersten Besuch hier in den Teil des Hauses geführt hatte, der ausschließlich Clubmitgliedern vorbehalten war.
Sie folgten einem langen Gang, an dessen Seiten Metallkonstruktionen aufgereiht waren. Wie die Inneneinrichtung eines Gefängnisses sah es aus.
’Unsere Käfige. Das Zur-Schau-Stellen ist eine gern erteilte Strafe’, hörte sie Vincent erneut in ihrem Kopf. Sie hatte damals sofort gewusst, dass sie so etwas hassen würde. Die Käfigtüren waren mit massiven Vorhängeschlössern versehen. In manchen gab es schmiedeeiserne Ringe mit langen Ketten daran oder Stahlfesseln für Fuß- und Handgelenke. Die Käfige selbst waren kaum mannshoch. Offensichtlich war ein aufrechter Stand darin nicht vorgesehen.

Als sie die Treppe zur unteren Etage erreichten, stockte Marlena beinahe der Atem. Der Keller. So ganz und gar klischeehaft, wie man sich das überhaupt vorstellte. Hier war das Licht spärlich. Der Schein leicht rußender Fackeln flackerte über rau verputzte Wände und warf Schatten. Links und rechts des Ganges ließen vergitterte Fenster den Blick in verschiedene Kammern zu. Einige davon kannte sie inzwischen. Ohne hinzusehen, wusste sie von dem Gebilde aus Leder, das an Ketten von der Decke der ersten Kammer hing und wie eine grobe Flechtarbeit wirkte. Sling oder Liebesschaukel nannte man das. Auch mit dem Pferd in der nächsten hatte sie bereits Bekanntschaft geschlossen. Mit ihm und der Kollektion von Peitschen an der Wand daneben, deren Namen und Bestimmung sie sich immer noch nicht vollständig eingeprägt hatte.
Weiter hinten in den Räumen gab es eine Art Spinnennetz aus dünnen Ketten, mehrere Andreaskreuze in verschiedenen Größen und mit den unterschiedlichsten Utensilien bestückt und einen gynäkologischen Behandlungsstuhl, bei dem sie Alex im Verdacht hatte, dass er ihn aus seinen eigenen Beständen rekrutiert hatte. An die überall herumstehenden, lederbezogenen Holztische, die durch daran befestigte Haken und Ösen auffielen, an die Seilzüge und diverse andere Gerätschaften, vor denen sie sich geradezu fürchtete, mochte sie gar nicht erst denken …

Jetzt stellt sich natürlich sofort die Frage, ob Paul Louisa jemals in diesen Club mitnehmen wird. Und wenn, ob sein Freund Jacob dann wieder in die Rolle des stillen Beobachters schlüpft? Oder wird er eher verhindern, dass Paul mit Louisa seine Spiele treibt?

Wir werden es bald wissen. DIE SCHNEEMÄNNER Teil 4 erscheint am 26. November und eröffnet Staffel zwei der ungewöhnlichen Dreiecksgeschichte 🙂

Die Schneemänner – Jacobs Geheimnis

Jacob aus DIE SCHNEEMÄNNER
Wer ist Jacob? Wer ist der Typ, der Louisa den Kopf verdreht, als sie nichtsahnend im Hotelpool vor sich hin schwimmt? Und der sie später mit Kumpel Paul in die Private Suite „entführt“? Kennen wir den nicht irgendwoher?

Lesern meiner Romane dürfte dieser Name tatsächlich etwas sagen. Denn Jacob hatte sein Debüt bereits vor zwei Jahren. In „Insel der Nachtigallen“, Teil 2, ist über seinen ersten Auftritt als Romanfigur Folgendes zu lesen:

… Eine weitere Hand schob sich in ihre. Als sie aufblickte, schaute sie in grünbraune Augen.
„Dr. Dr. Jacob Scherzer“, nannte Constanze den Namen des Kollegen.
Scherzer nickte kurz. „Schön, dass Sie da sind.“
„Zwei Titel?“, fragte Theresa nach.
Er nickte erneut und fügte leicht ironisch hinzu: „Doppelqualifizierung.“ Sein Schmunzeln war nur angedeutet und ein klein wenig schief, was seinem Gesicht einen etwas spöttischen Ausdruck verlieh … 

Das also ist Jacob. Und in dieser Szene begegnet er Theresa, der Hauptfigur im Roman „Insel der Nachtigallen“. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch. So kommt es am selben Abend zu einem weiteren Zusammentreffen:

… Jacob lotste sie zu seinem Auto in die Tiefgarage. Sie war wirklich von allen guten Geistern verlassen, sich mit einem ihr unbekannten Typen hier unten herumzutreiben. Nicht mal Constanze hatte mitbekommen, dass sie zusammen verschwunden waren.
„Vertrauen fällt manchmal schwer, stimmt’s?“ fragte er und hielt ihr die Beifahrertür auf.
Theresa fühlte sich ertappt. „Bin ich so durchschaubar?“, fragte sie, als er sich neben ihr hinters Lenkrad setzte.
Er lächelte. „Vergiss nicht. Ich bin doppelqualifiziert.“
Wie immer er das gerade meinte, sie musste lachen. „Was hast du vorher gemacht?“, wollte sie wissen. Langsam stellte sich in ihren Nervenbahnen wieder ein wenig Ruhe ein. Sie beobachtete, mit welcher Leichtigkeit er die schmalen Kurven der Auffahrt nahm, an denen der Lack zahlreicher Fahrzeuge klebte.
„Verschiedene Praxen in Süddeutschland und in Hamburg. Ein paar Monate Notfallaufnahme, dann angestellt. Nebenher die zweite Promotion.“
„Ordentlich Arbeit“, meinte sie.
Er nickte. „Ich hatte zu tun, ja.“
„Und du wolltest die Niederlassung oder ist es eher ein Kompromiss?“
„Nein. Ich wollte. Und ich wollte immer mit Partnern. Passt einfach gut, wenn man als Arzt mehrere Zahnärzte ergänzt.“
„Das eine oder das andere davon kam nicht in Frage?“
„Darüber hab ich auch nachgedacht.“ Er setzte den Blinker und wechselte auf das Reichpietschufer. „Aber irgendwie fiel mir die Entscheidung schwer. Und dann hätte es eben diesem roten Faden widersprochen, den ich mir ja selbst gestrickt habe.“
Sie nickte. Das konnte sie gut verstehen. Wenn man erst mal einen Plan hatte, war man bereit, den auch gegen Widerstände umzusetzen. Irgendeine sinnvolle Lösung fand sich immer. Hatte Toms Plan etwas Sinnvolles ergeben?
„Und du?“, riss er sie aus ihren Gedanken. „Bist du schon lange dabei?“
„Ich hab meinen Abschluss mit Constanze gemacht. Sie ging dann erst mal auf Wanderschaft, ich gleich nach Berlin.“
„Warum?“
„Mein Mann hat mir ein paar Jahre voraus. Ich wollte in seine Praxis einsteigen. Und die war damals schon hier. Also hab ich mir zwei Jahre lang angeschaut, was die Kollegen so machen, und bin danach zu ihm gewechselt.“
Sie rutschte ein wenig tiefer in den Sitz und schob sich ihre Tasche in den Rücken.
„Rückenschmerzen?“
Sie winkte ab. „Wer hat die nicht. Die Woche war lang.“
„Beug dich mal vor“, sagte er und warf ihr einen Seitenblick zu.
Sie schaute erschrocken zu ihm rüber. „Wieso?“
„Mach schon. Einfach vorbeugen.“
Sie stützte sich mit den Ellenbogen auf den Oberschenkeln ab und lehnte den Kopf gegen das Armaturenbrett des Lexus. Sie brauchte einen Moment, bis sie eine Position gefunden hatte, die ihrem Kiefer nichts auszumachen schien. Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, wie Jacob hinter sie griff. Dann begann er, seine Handfläche über ihren Rücken zu schieben.
„Musst nur sagen, wo … Hier? …“
Seine Hand, fest und warm, hatte ihr Kreuzbein gefunden und bewegte sich nicht mehr. Theresa brummelte etwas, das sich nach Bestätigung anhören sollte. Sie spürte, wie es unter Jacobs Berührung warm wurde und wie diese Wärme unaufhörlich in ihren Rücken hineinsickerte.
„Gut?“, fragte er.
„Hmhm.“
Sie schloss die Augen und konzentrierte sich darauf, ruhig zu atmen. Es dauerte nicht lange, da begann sie, sich zu entspannen. Währenddessen steuerte der Mann seinen Wagen durch den spätabendlichen Verkehr und schließlich auf die Stadtautobahn. Erst dort nahm er seine Hand fort. Mit einem tiefen Seufzer lehnte sie sich in den Sitz zurück. „Echt gut.“
Er warf ihr einen Seitenblick zu und lächelte auf eine Weise, die einen Schauer unter ihre Haut jagte. „Gerne wieder.“ … 

Tja, ich darf euch verraten, dass sich diese Situation tatsächlich wiederholt, zumindest im weitesten Sinne 😉 Wer also neugierig auf Jacobs Vorgeschichte ist, sollte deshalb ein klein wenig im zweiteiligen Roman „Insel der Nachtigallen“ schmökern. Als eBook und Taschenbuch auf amazon.

Neben Bad Boy Jacob gibt es im Roman „Die Schneemänner“ auch Paul, seinen Freund, der eigentlich der größere Bad Boy ist. Weil Paul nicht nur ein Geheimnis hat, sondern gleich eine wirklich dunkle Seite. Auf die sind wir natürlich alle neugierig. Deshalb bald mehr zur Frage: Wer ist Paul?

Wie die Geschichte um DIE SCHNEEMÄNNER weitergeht, erfahrt ihr dann ab 26. November, wenn mit Teil 4 die zweite Staffel des Romans startet.

Neuer Roman thematisiert Totenfotografie

totenfotografie-post-mortem-fotografieAlte Fotografien haben manchmal etwas Furchteinflößendes. Wie diese hier. Verlassene Behausungen, denen man auf ungewöhnliche Weise wieder Leben einhaucht. Quasi als Geist werden die ehemaligen Bewohner hineinprojiziert …

Auch Nathalie, Hauptfigur im zweiteiligen Roman „Sand des Vergessens“, begegnet den Geistern ihrer Vergangenheit. Zum Nachlass ihrer Großmutter gehört nicht nur ein verwinkeltes Fachwerkhaus an der Küste. Sie entdeckt auch alte Fotografien. Furchteinflößende Aufnahmen, denn sie bilden Tote ab. Obwohl man sich bei vielen Bildern sichtlich darum bemüht hat, diese Toten lebendig wirken zu lassen. Auf der Suche nach Erklärungen für die merkwürdigen Fotos findet Nathalie Hinweise auf eine besondere Form, Menschen darzustellen – die Post Mortem Fotografie, kurz Totenfotografie. Aber was ist das genau?

Als das Fotografieren noch in den Kinderschuhen steckte, etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, war es für die meisten Menschen unerschwinglich. Deshalb gab es nur drei Anlässe, zu denen man sich diese Erinnerung leistete. Zur Taufe eines Kindes, zur Hochzeit und im Todesfall. Die Kindersterblichkeit war jedoch sehr hoch. So wurden viele der Kleinen erst fotografiert, als sie bereits gestorben waren. Für das einzige Foto in ihrem kurzen irdischen Dasein stellte man die Toten gern als noch lebend dar. Meistens in den Armen ihrer Mütter, auf einem Stuhl sitzend oder mit ihrem Lieblingsspielzeug, oft aber auch im Kreise der Geschwister oder ganzer Familien.
Natürlich geriet man dabei unter Zeitdruck. Fotos entstanden nicht im Bruchteil von Sekunden, sondern in stundenlangen Sitzungen. Man musste ewig in der vorgeschriebenen Position verharren. Zum anderen verändert sich der Mensch, wenn er tot ist. Um das zu kaschieren, trugen Tote häufig Handschuhe oder wurden von so genannten Körperhaltern fixiert, die übrigens zum Teil noch bis in die Gegenwart in alten Fotostudios Verwendung fanden.

Fast alle Post Mortem Fotografien zeigen sehr ernsthafte, melancholische oder traurige Gesichter. Obwohl der Tod damals gegenwärtig war und man einen ganz anderen Umgang mit ihm pflegte als heute. Wir nehmen trotzdem an, dass die Lebenden, die sich mit Toten abbilden lassen mussten, von diesem Prozedere traumatisiert wurden. Besonders für Kinder, so glauben wir aus unserem heutigen Verständnis heraus, muss das eine dramatische Erfahrung gewesen sein …

Die Romanfigur Nathalie, wenn auch erwachsen, ist tatsächlich traumatisiert. Denn sie entdeckt zwischen den alten Fotos auch neuere Aufnahmen. Darunter die von ihrem Vater, von dem sie zwar weiß, dass er gestorben ist, den sie jedoch niemals auf dem Totenbett gesehen hatte. „Sand des Vergessens“ erzählt, wie Nathalie, indem sie die Geschichte der mehr als hundert Jahre alten Fotos enträtselt, einen neuen Umgang mit dem frühen Tod ihres Vaters findet. Es ist ein dramatischer Roman um Verlust und die Suche nach Liebe, um innere Zerrissenheit und um die Hoffnung, endlich Glück und Frieden zu finden.

SAND DES VERGESSENS, Teil 1 und 2 als eBook und Taschenbuch auf amazon.

Nora Amelie befragt DIE SCHNEEMÄNNER

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Es ist Mitte Oktober. Bis zur Veröffentlichung von Teil 4 der Dreiecksgeschichte DIE SCHNEEMÄNNER bleiben nur noch wenige Wochen. Viele Leserinnen warten schon ungeduldig auf Paul und Jacob. Ich auch. Und weil die beiden jeden Moment hier hereinschneien können, gehe ich schnell noch mal meine Fragen durch. Das Phänomen der Bad Boys – ich will es in einem Interview für euch erkunden. Was haben sie an sich, dass sie nicht nur Louisa den Kopf verdrehen?
Die schwere Eingangstür des Cafés, in dem ich sitze, öffnet sich. Ein kalter Windstoß fegt herein. Ich hebe den Kopf. Nur einer? Nur Jacob? Was ist los?

Nora Amelie (N.A.): Hi Jacob. Ich bin überrascht. Ich nahm an, ihr kommt beide.
Jacob (verdächtig grinsend): Bei Paul gibt’s wieder mal einen Notfall. Wir sollen schon anfangen.
N.A.: Da sind wir also sofort mittendrin in eurem Problem. Denn aus Zeitmangel wurde ja auch eure Idee geboren, mit Louisa eine Beziehung zu dritt einzugehen.
Jacob: Stimmt. Wir haben in unseren Jobs so viel zu tun, dass für eine normale Beziehung mit Frau und Kindern überhaupt keine Zeit bleibt.
N.A.: Ehrlich gesagt, finde ich das ein bisschen an den Haaren herbei gezogen. Andere Leute in ähnlichen Situationen kriegen das doch auch auf die Reihe.
Jacob: Sorry, Nora, aber wir sind nicht andere Leute. Jeder von uns hat Partnerschaften gehabt. Durchaus auch längere. Aber immer gab es Erwartungen, die wir nicht erfüllen konnten oder wollten. Vieles scheiterte an der fehlenden Zeit.
N.A.: Zeitmangel ist subjektiv.
Jacob: Sicher doch. Aber bei mir gibt’s den, bei Paul auch. Und übrigens sogar bei Louisa.
N.A.: Apropos … Könnte nicht Louisa jetzt diejenige sein, die überfordert ist? Ich meine, bei gleich zwei Männern?
Jacob: Och, ich glaube, sie genießt es, von uns beiden umworben zu werden.
N.A.: Aber sie hat schon eine Weile drüber nachgedacht, ob sie sich darauf einlassen soll.
Jacob: Hat sie, ja. Erst mal war sie mit der Idee überfordert. Aber wir hatten ein schlagkräftiges Argument.
Paul: … Ah, ich höre schlagkräftig …

Völlig unerwartet erscheint der noch fehlende Bad Boy an unserem Tisch. Er begrüßt mich mit Küsschen links, Küsschen rechts, ordert bei der Bedienung einen doppelten Espresso und lässt sich neben Jacob in den Sessel fallen.

Paul: Tut mir leid, Nora. Ein Notfall jagt mal wieder den nächsten. Hab ich was verpasst?
N.A.: Nicht wirklich. Wir sprachen gerade darüber, dass Louisa anfangs von eurer Idee überfordert war.
Paul: Kein Wunder. Ist ja auch wirklich ziemlich abgefahren.
N.A.: Wer von euch ist überhaupt darauf gekommen?

Die beiden Männer werfen sich einen vielsagenden Blick zu.

Paul: Wir saßen in der Kneipe. Ich hatte mal wieder einen Beziehungscrash hinter mir. Ich glaube, Jacob wollte mich aufmuntern, als er vorschlug, wir könnten uns doch zusammen eine Frau nehmen. Dann würde er für mich einspringen, wenn ich keine Zeit hätte. Und ich sollte ihn vertreten, wenn er anderweitig beschäftigt sei.
Jacob: Allerdings war das nicht ganz ernst gemeint.
Paul: Aber je länger wir darüber redeten, um so interessanter wurde der Gedanke.
N.A.: Hattet ihr denn vorher schon mal zusammen … ich meine …
Paul: Ob wir vorher schon zusammen eine Frau beglückt hatten? … Yeap, mehrmals.
Jacob: Und es lief immer bestens. Keiner war eifersüchtig auf den anderen.
N.A.: Das wäre meine nächste Frage. Wie ist das mit der Eifersucht?
Paul: Ganz ehrlich?
N.A.: Ja bitte.
Paul: Wir sind beste Freunde. Wenn Jacob glücklich ist, bin ich es auch. Und wenn er mit meiner Frau zusammen glücklich ist, dann freue ich mich für die beiden.
N.A.: Na ja, mal. Aber auf Dauer?
Paul: Also bisher läuft es so, wie ich es gehofft habe.
Jacob: Für mich auch. Wenn ich Paul und Louisa zuschaue, macht mich das an. Die beiden kommen sehr lustvoll rüber. Ich gönne es Paul.
N.A.: Ziemlich ungewöhnlich.
Jacob: Schon möglich. Du denkst vermutlich, jeder von uns kriegt nur die halbe Portion Zuwendung. Stimmt aber nicht. Es ist einfach mehr davon da. Wenn du so willst, das DreifachDie-Schneemänner-gesamt-Nora-Amelie-kleinere.
N.A.: Netter Gedanke. Empfindet Louisa das auch so?
Paul: Das solltest du sie fragen.
N.A.: Habt ihr kein bisschen Angst vor dem Leben in einer Ménage-à-trois-WG?
Jacob: Moment. So weit sind wir noch nicht. Wir denken zwar über eine gemeinsame Wohnung nach. Aber das letzte Wort hat Louisa. Definitiv.
N.A.: Das heißt, ihr würdet es akzeptieren, wenn sie ablehnt?
Paul: Würden wir. Das macht es zwar komplizierter. Aber letztlich muss sich jeder von uns mit den Gegebenheiten wohlfühlen. Sie würde damit ja nicht unsere Beziehung infrage stellen.
N.A.: Vielleicht aber schon ein ganz kleines bisschen?
Jacob: Nee, finde ich nicht. Getrennte Wohnungen sind heute ebenso normal wie die Tatsache, dass man nicht mehr unbedingt heiratet.
N.A.: Und wenn ihr euch eines Tages für Kinder entscheidet?
Jacob: Also darüber zu reden, ist ja nun doch noch ein bisschen früh.
N.A.: Aber ihr wollt?
Jacob: Natürlich. Irgendwann.
Paul (grinst): Mindestens eins. Für jeden.
N.A.: Glaubt ihr eigentlich, ihr werdet Louisa treu sein?

Betretenes Schweigen.

N.A.: Paul?
Paul: Wer kann schon in die Zukunft schauen? … Im Moment mögen wir unsere Idee. Ob sie wirklich zu uns passt, wird sich erst noch herausstellen.
N.A.: Ich merke, die Frage behagt dir nicht. Liegt das vielleicht daran, dass du einen Faible für die harte Tour hast?
Paul: Du meinst BDSM, schon klar …
N.A.: Louisa scheint von dem Gedanken daran nicht so erbaut zu sein.
Paul: Warten wir’s ab.
N.A.: Du wirst also ausprobieren, was du ihr zumuten kannst?
Paul: Wenn sie möchte, sicher.
N.A.: Ansonsten spielst du mit anderen Frauen?

Paul wirft Jacob einen Blick zu und guckt mich wortlos an. Seine Augen glänzen dunkel. Mist, die Frage hätte ich nicht stellen sollen.

Jacob: Irgendwie witzig, dass du von Treue sprichst, obwohl unsere Beziehung zu Louisa ja eher unkonventioneller Natur ist. Ich finde es viel wichtiger, dass wir einander vertrauen.
N.A.: Und – tut ihr es?
Jacob: Ich vertraue Paul. Und ich vertraue Louisa.
N.A.: Auch, wenn sie ohne dein Wissen zusammen sind?
Jacob: Es liegt in der Natur der Sache, dass wir nicht immer alles vorher absprechen können.
N.A.: Das heißt, ihr macht es normalerweise schon, euch abstimmen.
Paul: Ja. Im Wesentlichen. Aber Details ergeben sich aus der jeweiligen Situation.
N.A.: Wie muss ich mir das vorstellen?
Paul: Ganz einfach. Angenommen, Jacob fährt übers Wochenende zu einem Kongress, dann ist klar, dass ich mit Louisa zusammen bin. Was wir machen, entscheiden wir spontan.
N.A.: Und ihr habt dann auch Sex miteinander, ohne dass Jacob das vorher weiß?
Paul: Bisher hatten wir die Situation noch nicht. Aber ich denke, wir würden das nicht explizit absprechen.
N.A.: Und das wäre für dich okay, Jacob? Keine Angst, dass du etwas Wesentliches verpasst?
Jacob: Ein paar Dinge zwischen uns sind geklärt. Alles andere liegt in seinem Ermessen.
N.A.: Genauer?
Jacob (grinst): Nö.
N.A.: Aber du kannst dir vorstellen, dass Paul mit Louisa spielt?
Jacob: Ja.
N.A.: Ist es auch denkbar, dass ihr beide …?
Paul: Du fragst zu viel, Nora!
N.A. Sorry, dann … vielleicht etwas anderes. Wir alle haben ein bisschen die Befürchtung, dass Anna …
Paul: Was hat denn Anna mit unserer Beziehung zu tun?
N.A.: Ja, keine Ahnung. Du triffst sie immerhin extra hier in Berlin.
Paul: Ach komm, Nora. Ich habe Anna behandelt, weil sie sich die Hand verletzt hat.
N.A.: Ja, aber du weißt ja nicht, was wir Leserinnen wissen.
Paul: Nämlich?
N.A.: Anna steht auf dich.
Paul: Bullshit.
N.A.: Ist aber so. Und Louisa weiß das auch. Sie ist eifersüchtig.
Paul: Eifersüchtig? Wie kommst du darauf?
N.A.: Du solltest dich vielleicht ein bisschen mehr in sie reinfühlen.
Paul: Findest du nicht, dass du den Bogen jetzt ein wenig überspannst? Als ob ich mich nicht in Louisa einfühlen würde!
N.A.: Ich weiß nicht so genau – irgendwas ist da zwischen euch.
Paul: Und was soll das sein?
N.A.: Ich kann es nicht richtig fassen. Ich glaube tatsächlich, es hat was mit Anna zu tun.
Jacob: Sie hat recht, Paul. Anna hat mir Louisas Nick verraten. Darüber ist Louisa immer noch sauer. Aber warum sie eifersüchtig sein sollte … hmmm.
N.A.: Sie hat Paul beobachtet, als er an der Hotelrezeption auf Anna gewartet hat. Jetzt kommt Anna sogar nach Berlin, um sich von ihm behandeln zu lassen. Und – Anna kriegt Herzrasen, wenn sie dich sieht, Paul.
Paul (fährt sich durchs Haar): Dann gibt es wohl doch was zu klären.
N.A.: Das denke ich auch.
Jacob: Aber schon crazy, von Eifersucht zu sprechen, wenn man gleich zwei Kerle hat.
N.A.: Tja, was soll ich sagen? Entweder ihr wollt eine Beziehung zu dritt oder ihr wollt einfach nur rumvögeln. Da gibt’s für mich Unterschiede. Das Ding mit dem Vertrauen kriegt ihr nur hin, wenn ihr offen zueinander seid.
Paul: Sieh mal einer an. Unsere oberschlaue Autorin. Dann bastel mir doch mal ’ne ordentliche Gelegenheit, damit ich Louisa von ihrem Eifersuchtsgefühl befreien kann.
Jacob: Ja, genau. Was hast du dir überhaupt so gedacht, wie es jetzt weitergeht?
N.A.: Euer Ernst?
Jacob: Ja klar.
N.A.: Ich verrate nix.
Paul (flüsternd): Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt …
N.A.: Hey, ich zieh hier die Strippen. Aber ich strippe nicht!
Jacob: Okay, okay. War ja nur ein Versuch. Aber vielleicht verrätst du uns noch, warum wir verdammte neun Monate warten mussten, bevor wir wieder zum Zuge kommen.
N.A.: Ihr seid DIE SCHNEEMÄNNER. Ihr dürft nur im Winter.
Paul: Bleibst du dabei?
N.A.: Du meinst, wenn die 2. Staffel im Kasten ist?
Paul: Genau. Gibt’s eine 3. Staffel und wenn ja, wann?
N.A.: Wenn ihr euch benehmt …
Jacob: Das nennt man Erpressung.
N.A.: Habt ihr auch gerade versucht.
Paul (streckt seine Hand nach meiner aus und fährt mir mit dem Zeigefinger sacht über den Handrücken): Was ist das eigentlich, Nora? Scheint, als wäre da mal was gebrochen gewesen.
N.A.: Lange her.
Paul: Magst du in meiner Praxis vorbeikommen? Ich schau mir das mal an. Vielleicht kann ich noch etwas für dich tun …
N.A.: Keine Zeit. Ich muss mich jetzt an eure Geschichte setzen. Bis zum 26. November muss die fertig sein.
Jacob (grinsend): Ah, der vielbeschworene Zeitmangel. Exakt unser Thema!

Damit sind wir also wieder bei der Eingangsfrage gelandet. Die beiden Männer werfen sich unverschämt anzügliche Blicke zu und drängen schließlich zum Aufbruch, weil sie noch irgendetwas vorhaben. Während Paul an der Theke zahlt, hilft Jacob mir in den Mantel. Dann komplimentieren sie mich nach draußen. Ich könnte, wenn ich wollte, zu Paul ins Auto steigen. Es steht direkt vor der Tür. Aber ehrlich? Der Typ ist mir einfach zu heiß. Und mit all dem Testosteron in der Nase würde ich vermutlich schnell schwach werden. Dann schreib ich lieber … Und ihr könnt euch währenddessen schon mal in die Story einlesen 😉

DIE SCHNEEMÄNNER Teil 1 bis 3 als ebook und Taschenbuch auf amazon. Leseprobe …

Wann kommen Bücher wieder an die Kette?

Kettenbuch-bibliothek-FotoAuf einer einsamen Recherchetour in einem Schloss kam mir etwas Merkwürdiges unter: Das Foto von einer Kettenbuch-Bibliothek. Bücher in Gefangenschaft? An die Leine gelegt? Ernsthaft?

Im Mittelalter war das DIE Methode, Bücher, deren Wert mindestens dem eines Ochsen gleichkam, vor Diebstahl zu bewahren. Außerdem blieb so die vorgegebene Ordnung im Buchbestand erhalten. Und man verhinderte das Herunterfallen und die Beschädigung der oft schweren Wälzer. Die wurden, damit sie überhaupt nutzbar waren, an Lesepulte gekettet. Bibliotheken mit vielen angeketteten Büchern brauchten also sehr viel Platz, weil viele Lesepulte hineinpassen mussten. Die Buchketten hatten zwar Schlösser, damit man die Bücher bei Bedarf an andere Orte schaffen konnte. Mir stellt sich allerdings gerade die Frage, ob der große Nachteil einer Kettenbuch-Bibliothek darin bestand, dass man die kostbaren Bücher im Falle einer Feuersbrunst, von der es gerade im Mittelalter ja zahlreiche gab, kaum retten konnte? …

Als Bücher in Massen gedruckt wurden, verloren Kettenbuch-Bibliotheken ihren Sinn. Aber bis heute gibt es Hinweise auf diese Praxis. Mancherorts werden bestimmte Bücher noch immer an die Leine gelegt. Gästebücher beispielsweise. Und in den lange Zeit üblichen Telefonzellen verfuhr man so mit Telefonbüchern.

Wenn ich mir die Entwicklung im Buchmarkt anschaue, kann ich mir vorstellen, dass gedruckte Exemplare bald wieder so kostbar werden, dass wir sie behüten müssen. Nichts gegen die Digitalisierung – ich lese ja selbst gern eBooks. Doch wie lange werden wir uns noch an privaten Bibliotheken aus echten Büchern erfreuen? An großen Regalwänden, die unsere Wohnungen zu behaglichen Lesehöhlen machen? Zu wundervollen Rückzugsorten bei schlechtem Wetter oder dicker Luft? Wird uns auch in zwanzig Jahren noch der Duft eines neu gekauften oder eines richtig alten Buches bezaubern können?

Woher nehmen Autoren die Bad Boys für ihre Geschichten?

Friends relaxing at the shelterTja, Leute – das wüsstet ihr gern, oder? 😉 Kann ich gut verstehen. Denn der eine oder andere männliche Protagonist hätte es durchaus drauf, uns auch im wahren Leben das Herz zu brechen. Wenn ich da nur an Jon denke, dessen Beziehung zu Theresa mit einem ungewöhnlichen Deal beginnt. Oder Frauenarzt Alex. Er trägt nicht nur die Frisur eines Kampfsportlers, sondern zeigt seiner Mara ziemlich schräge Facetten von Dominanz.

Nur, wie finden wir solche Männer? Sind sie echt? Oder komplett erstunken und erlogen?

Ich persönlich liebe es, Anleihen im real life zu machen. Schließlich gibt es kaum etwas Schöneres, als in eine Geschichte einzutauchen, die echt wirkt. Entsprechend ist die gute Nachricht: Es gibt sie tatsächlich, die coolen Kerle.

Einigen von ihnen bin ich begegnet. Nicht in Reinform. Will heißen: Ich mixe gern. Ein bisschen von dem und ein bisschen von dem. Am Ende sind sie dann eine Mischung aus Merkmalen und Eigenschaften, die zur jeweiligen Geschichte passt. Weil Begegnung nicht automatisch Kennenlernen heißt. Und weil das Verfremden eine gängige und oft auch notwendige Vorgehensweise beim Schreiben ist. Flüchtige Blicke oder kurze Wortwechsel müssen da als Impulse genügen. Den Rest dichte ich dazu.

Ein Beispiel für diese Art, Typen zu basteln, ist Maxim aus Sand des BerührungenVergessens. Ich hab ihn in der Sauna getroffen. Sein markanter Kinnbart faszinierte mich. Er war allein dort, trieb sich die meiste Zeit am Schwimmbecken herum und beobachtete, was um ihn herum geschah, nahm jedoch zu niemandem Kontakt auf. Glaubt mir – Schweigsamkeit kann sehr anziehend sein. Als wir uns später direkt über den Weg liefen und er mir eine Tür aufhielt, war mir sofort klar: Das wird Maxim 😉

Manchmal sind es aber auch nur Bilder, die mein Kopfkino ankurbeln. In The Secrets of Grey Days beispielsweise geben sich die Bad Boys förmlich die Klinke in die Hand. Entsprechend aufwendig war es, gleich mehrere von ihnen im Pulk aufzutreiben. Eine TV-Sendung lieferte schließlich die Gesichter, die ich brauchte. Bei den Charakteren hab ich dann wieder ordentlich in die Trickkiste gegriffen.

Geradezu prickelnd sind die Fälle, in denen ich auf echte Bad Boys zurückgreifen und sie völlig unverfälscht übernehmen kann. So viel Nähe zum Bad Feeling versetzt einen schon mal in helle Aufregung 😉 Denn man muss dicht an die Männer ran. Sie wirklich kennenlernen. Sonst kann man nicht über sie schreiben. Diese deutliche und unverfälschte Präsenz sollte man sich allerdings genehmigen lassen. Gerade im Kontext mit bestimmten Handlungen.

B-Shooting20152So geschehen in Bondagestory. Den Rigger Frank gibt es im wahren Leben. Und zu seinem Job gehört es, Frauen zu fesseln und zu fotografieren. Auch in The Secrets of Grey Days treibt sich ein echter Bad Boy namentlich herum. Er hat mir erzählt, dass er seit dem Erscheinen des Romans bereits mehrmals direkt darauf angesprochen wurde.

Falls ihr jetzt glaubt, die Bad Boys könnten (mir) irgendwann mal ausgehen … keine Sorge. Für 2017 plane ich eine Story, in der ich die wahre Geschichte eines Bad Boys erzähle. Tja, was soll ich sagen? Für wahre Geschichten braucht man natürlich wahre Helden. Wo ich den aufgetrieben habe, verrate ich diesmal allerdings besser nicht 😉

Sand des Vergessens von Nora Amelie

Sand-des-Vergessens-Nora-Amelie-miniKann eine Tür, die sich nicht öffnen lässt, Dein Leben verändern?

Die Frage stellt sich für Nathalie, nachdem der Arzt Maxim durch eben diese geschlossene Tür in ihr Leben tritt und es gehörig durcheinanderwirbelt. Dabei hat sie weiß Gott andere Sorgen. Denn im Haus ihrer Großmutter lauern ein skurriles Familiengeheimnis, schmerzliche Erinnerungen und Entscheidungen, die sie noch nicht getroffen hat. Überhaupt würde sie am liebsten davonlaufen. Doch Maxim lässt sie nicht. Im festen Vertrauen auf seine Berührungskünste glaubt er daran, ihren tief verborgenen Ängsten auf den Grund gehen zu können. Stück für Stück lockt er sie aus der Reserve. Der gemeinsame erste Schritt in Nathalies Vergangenheit erweist sich allerdings als Beginn einer Reise voller Hindernisse …

SAND DES VERGESSENS jetzt als eBook und Taschenbuch auf amazon.

 

Lust, Scham und begnadete Hände – Eine Autorin erspürt ihre Geschichte

Berührungen
Für SAND DES VERGESSENS, ihren neuen Roman, hat Autorin Nora Amelie eine ganz besondere Form der Recherche auf sich genommen. Sie hat nicht nur alle Hüllen fallen, sondern sich auch berühren lassen 🙂
Berührungen sind eigentlich etwas völlig Normales. Denkt man, bis man diesen Beitrag gelesen hat. Denn Noras Erlebnisse gehen unter die Haut und verändern nicht nur die Sicht auf den eigenen Körper, sondern vor allem auch die Sicht auf Beziehungen.

Folgt ihr noch vor Veröffentlichung des Romans hinter die Kulissen. Lest, was sie bei ihrer ungewöhnlichen Recherche erlebt hat. Ihr sehr intimer Bericht  „Lust, Scham und begnadete Hände“ wurde im Lifestyle-Magazin TRENDY SINGLE erstveröffentlicht.

Der Roman SAND DES VERGESSENS ist ab 15. Juni als eBook und Taschenbuch auf amazon erhältlich.

Wenn’s mit der Fortsetzung dauert …

Die-Schneemänner-gesamt-Nora-Amelie
Ich experimentiere gern. Jetzt frage ich mich allerdings: Nervt das den Leser? Und schadet es meinen Büchern? Konkret geht es um die Idee, einen Roman in mehreren Staffeln herauszubringen, in diesem Fall immer nur im Winter. Liegt nahe bei einem Titel wie diesem – DIE SCHNEEMÄNNER.

Staffeln an sich sind nichts Neues. Es gibt einige Autoren, die so schreiben. Und auch ich habe mir vorher überlegt, was ich erreichen will. Ich finde es reizvoll, eine Geschichte in mehreren Teilen anzubieten, die kurz hintereinander erscheinen – hier in drei aufeinanderfolgenden Monaten – und zusammen dann eine Staffel bilden. Im vorliegenden Fall muss der Leser auf die Fortsetzung der Story, also auf Staffel 2, allerdings neun Monate warten. Das hat mit der Handlung zu tun, aber eben auch mit der Tatsache, dass sich ein Titel wie DIE SCHNEEMÄNNER im Sommer einfach nicht gut macht (Okay, ich hab’s nicht ausprobiert, aber ich würde im Sommer nicht unbedingt einen Winterroman lesen wollen).

Warum hab ich mich also auf dieses Experiment eingelassen?

Mal abgesehen davon, dass ein Autor schon Neues ausprobieren sollte, um zu schauen, was seinen Lesern besonderen Spaß bereitet, gibt es für mich einen Unterschied zwischen zwei Staffeln eines Romans und zwei Teilen. Bei einem Zweiteiler achte ich darauf, dass beide Teile zügig hintereinander erscheinen. Damit die Nerven der Leser nicht zu arg strapaziert werden. Bei einem Roman in Staffeln ist das aus meiner Sicht ein klein wenig anders. Natürlich gibt es auch hier einen Spannungsbogen und zum Ende der Staffel einen Cliffhanger. Aber an sich auch eine gewisse Geschlossenheit. Will heißen: Eine wesentliche Frage, die der Leser zu Beginn des Romans im Kopf hat, ist am Ende einer Staffel beantwortet. Darauf kann man es als Leser beruhen lassen, denn die Neugier ist ja zunächst gestillt. Man kann sich aber ebenso auf die weitere Entwicklung der Geschichte einlassen – nämlich mit der nächsten Staffel.

Soweit zu meiner Sicht auf die Dinge.

Aber wie geht es euch als Leser? Macht ihr einen Unterschied zwischen Romanteilen und Romanstaffeln? Wie geduldig seid ihr beim Warten auf eine Fortsetzung?

PS: An dieser Stelle ein großes Danke an die Leserin, die mir mit ihrer Rezension den Impuls für diese Fragen gab 🙂