Nora Amelie befragt die Hauptfigur ihres Romans – Teil 3

Insel-der-Nachtigallen-2-Mini-fuer-blogTeil 2 des Interviews zwischen Autorin Nora Amelie und Theresa, der Hauptfigur in ihrem Roman INSEL DER NACHTIGALLEN, endete mit der Frage, ob eine Romanfigur immer macht, was die Autorin will. Heute gibt’s die Antwort auf diese und weitere Fragen …

Nora Amelie: Eben nicht. Die Sache mit Jacob hab ich dir gar nicht zugetraut. Da hast du dich einfach mal meiner Kontrolle entzogen.
Theresa: Hat doch was, wenn nicht immer alles nach Plan läuft.

Nora Amelie: Stimmt. Aber wenn du dich meinen Anweisungen widersetzt, wirst du zu einem Risiko.
Theresa: Ich? Ein Risiko? Du spinnst.

Nora Amelie: Siehst du! Das meine ich. Du bist aufmüpfig.
Theresa: Aufmüpfig, phhhh! Ich bin jederzeit gut für eine Überraschung. Das ist ja wohl was anderes.

Nora Amelie: Und trotzdem weiß ich lieber, woran ich bin.
Theresa: Dann vergiss es, Nora! Das klappt nie im Leben ein drittes Mal mit uns beiden.

Nora Amelie: Warum nicht?
Theresa: Weil ich mich von dir nicht bevormunden lasse.

Nora Amelie: Aber das tu ich doch gar nicht. Ich zeig dir einfach nur den Weg, den du gehen sollst.
Theresa: Und lässt mich immer mal wieder gern in eine Falle tappen.

Nora Amelie: Das ist nicht wahr!
Theresa: Wohl wahr. Was meinst du, wie ich mich gefühlt habe, als Jon mich in aller Öffentlichkeit und im wahrsten Wortsinn bloßgestellt hat? Auf der Insel, in Berlin und sogar in der Pariser Oper. Immer wieder hast du ihn das tun lassen.

Nora Amelie: Ach, nun hör doch damit auf. Diese Diskussion hatten wir schon. Ich hab mich entschuldigt.
Theresa: Sicher. Aber wer sagt mir, dass ich beim nächsten Mal davon verschont bleibe?

Nora Amelie: Versprechen kann ich dir das natürlich nicht.
Theresa: Siehst du. Ich könnte wetten, du hast schon wieder eine ganz ausgeklügelte Strategie, um mich in Verlegenheit zu bringen.

Nora Amelie: Naja, du wirkst dann immer so schön hilflos.
Theresa: Toll. Du bist wirklich eine wahre Freundin.

Nora Amelie: Und wenn ich dir sage, dass Jon mitmacht? Lässt du dich dann überzeugen?
Theresa: Jon macht mit? In deinem nächsten Buch?

Nora Amelie: Genau. Er ist definitiv dabei.
Theresa: Du kannst ihn nicht lassen, oder? Aber denk dran: Mein Typ.

Nora Amelie: Kann er ja bleiben. Obwohl du dir seiner vielleicht nicht so sicher sein solltest. Er trifft nämlich Marlena wieder.
Theresa: Was? Die Marlena, mit der er seine dominante Seite entdeckt hat?

Nora Amelie: Woher weißt du das?
Theresa: Na, wir reden miteinander, er und ich. Was denkst du denn, was wir sonst tun? Reden und f…

Nora Amelie: Theresa!
Theresa: Was denn?

Nora Amelie: Nimm das f-Wort nicht in den Mund! Das passt nicht zu dir!
Theresa: Aber du darfst, oder was?

Nora Amelie: Ich verzichte auch darauf.
Theresa: Warum eigentlich?

Nora Amelie: Keine Ahnung. Die Verwendung hat sich noch nicht ergeben.
Theresa: Ah, wie gestelzt. Dann lass uns doch endlich damit beginnen.

Nora Amelie: Ich weiß nicht. Muss das sein?
Theresa: Muss nicht. Aber wenn es die Situation erfordert, dann schon. Finde ich.

Nora Amelie: Vielleicht hast du recht. Ich muss irgendwie noch ein bisschen lockerer werden.
Theresa: Schon okay, Nora. Ich mag deinen Stil. Auch ohne das f-Wort.

Nora Amelie: Dann bist du dabei?
Theresa: Wobei?

Nora Amelie: Na, beim nächsten Buch. Du magst doch meinen Stil, hast du gesagt.
Theresa: Mensch, du kannst echt nerven. Gut, okay. Aber unter einer Bedingung.

Nora Amelie: Und die wäre?
Theresa: Versprich mir ein richtig krasses Ding!

Nora Amelie: Wenn du die Folgen in Kauf nimmst …
Theresa: Klar. Kein Problem. Was konkret meintest du gleich noch damit?

Nora Amelie: Netter Versuch, Theresa. Aber nein, sämtliche Details bleiben vorläufig unter Verschluss.
Theresa: Dann sag wenigstens, wie lange wir noch warten müssen.

Nora Amelie: Also bis Januar in jedem Fall.
Theresa: Gut, lassen wir uns also überraschen.

Nora Amelie: Genau. Und solange halten wir uns eben an deine neuen Geschichten …

Mit diesem letzten Satz gemeint sind THERESAS GESCHICHTEN, von denen inzwischen zwei Bände mit erotischen Stories vorliegen.

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Teil 1 des Interviews zwischen Autorin Nora Amelie und Hauptfigur Theresa findet sich unter diesem Link. Zum Teil 2 geht es hier.

Nora Amelie befragt die Hauptfigur ihres Romans – Teil 2

Theresa-Insel-der-NachtigallenIm Teil 1 des Interviews sprach Romanfigur Theresa über ihr aktuelles Verhältnis zu Ehemann Tom und Liebhaber Jon und darüber, worum es in ihren neuen Kurzgeschichten geht. In Teil 2 soll nun die Frage geklärt werden, ob es eine Fortsetzung der INSEL DER NACHTIGALLEN gibt …

Nora Amelie: Ist der zweite gleichzeitig der letzte Band mit erotischen Geschichten oder machst du weiter?
Theresa: Klar mach ich weiter. Das ist ja mein Problem. Ich hab so viele Ideen. Die wollen raus.

Nora Amelie: Apropos raus – eigentlich bist du bei mir auch raus. Aus meinem Roman, meine ich. Teil 2 endet damit, dass Jon dir einen Gutschein für eine Flugstunde schickt. Schon absolviert?
Theresa: Ja. Vor vier Wochen. War genial. Ich denke, demnächst geht’s los mit dem Training für die Lizenz.

Nora Amelie: Ich bin gespannt. Denkst du, es lohnt sich, deine Geschichte weiterzuschreiben?
Theresa: Interessiert das denn jemanden?

Nora Amelie: Es gibt in der Tat Leser, die dich in einer Fortsetzung von INSEL DER NACHTIGALLEN gern wiedertreffen würden.
Theresa: Warum?

Nora Amelie: Aus verschiedenen Gründen. Manche sind neugierig darauf, ob ihr ein Paar werdet, du und Jon. Andere sind dermaßen in deine Gefühlswelt abgetaucht, dass sie nicht so richtig loslassen wollen.
Theresa: (lächelt verlegen)

Nora Amelie: Ich hätte da eine Idee.
Theresa: Verrätst du sie mir?

Nora Amelie: Das ist das Problem. Für Details ist es noch zu früh. Deswegen: Nein. Ich verrate nichts. Aber könntest du dir die Sache denn prinzipiell vorstellen?
Theresa: Wenn ich auf meine Kosten komme …

Nora Amelie: Auf deine Kosten? Wie meinst du das?
Theresa: Ich möchte mal was richtig Krasses tun dürfen.

Nora Amelie: War dir die Session bei Stephan nicht krass genug?
Theresa: Schon. Aber du hast doch bestimmt noch mehr solche Ideen auf Lager.

Nora Amelie: Worauf du dich verlassen kannst.
Theresa: Dann bin ich dabei (grinst und nickt zustimmend).

Nora Amelie: Wir haben also einen Deal.
Theresa: Haben wir. Und jetzt drehen wir den Spieß zur Abwechslung mal um. Ich frage.

Nora Amelie: Was willst du wissen?
Theresa: Meine allererste, allerwichtigste Frage ist: Wie viel von dir steckt in mir?

Nora Amelie: Upps. Das geht ja gleich ans Eingemachte.
Theresa: Klar. Was denkst du? Das will hier ja wohl jeder wissen.

Nora Amelie: Also, ähm, … deine schönen blauen Augen beispielsweise – die hast du von mir.
Theresa: Ist das schon alles?

Nora Amelie: Natürlich nicht. Was meinst du, warum du auf türkisch gebrühten Kaffee schwörst? Weil ich es auch tue.
Theresa: Aha.

Nora Amelie: Ja, und dann mag ich Ridgebacks, einsame raue Landschaften und ich würde gern fliegen lernen.
Theresa: Dann lass uns die Lizenz doch zusammen machen!

Nora Amelie: Nee du, keine Zeit. Ich muss schreiben.
Theresa: Zeit ist relativ, Nora. Guck mich an. Tagsüber am Stuhl, nachts schreiben. Und die Zeit für die Fluglizenz schneide ich mir auch noch irgendwie aus den Rippen.

Nora Amelie: Das ist eben der Unterschied zwischen uns. Ich konzentriere mich lieber nur auf eine Sache, aber das dann richtig.
Theresa: Hey, jetzt wirst du unfair. Du hast mir doch diesen ganzen Kram erst angedichtet!

Nora Amelie: Als Autorin darf ich das auch. Du musst quasi machen, was ich will.
Theresa: Ist das wirklich so? Hab ich beide Bände hindurch immer gemacht, was du wolltest? …

Diese Frage klären wir im dritten und letzten Teil unseres Interviews. Hier geht’s zu den Leseproben von INSEL DER NACHTIGALLEN auf amazon.

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Nora Amelie befragt die Hauptfigur ihres Romans – Teil 1

TheresaDa sitze ich nun also mit Theresa, der Protagonistin meines Romans INSEL DER NACHTIGALLEN, in einem Cafe in der Berliner Friedrichstraße. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, sie zu treffen. Es gibt nämlich ein paar Fragen, die nach dem 2. Teil des Romans offen geblieben sind. Und überhaupt – ich will wissen, ob sie Lust hat, auch im nächsten Buch wieder dabei zu sein.

Also, wenn ich sie so betrachte … wirklich hübsch. Jung, sympathisch, mit genau den wilden langen Locken, die ich mir immer heimlich gewünscht habe. Ein Bild von einer Protagonistin. So etwas lässt man doch nicht einfach ziehen, oder? …

Nora Amelie: Wie geht es dir, Theresa? Oder soll ich lieber Tessa sagen?
Theresa: Nein, Theresa ist okay. Tessa gehört zu meinem alten Leben.

Nora Amelie: Okay, also noch mal. Wie geht’s dir?
Theresa: Abgesehen davon, dass bei mir noch immer das totale Gefühlschaos herrscht, ganz gut. Ich denke weiterhin darüber nach, ob ich aus Berlin weggehen sollte.

Nora Amelie: Das war dein Plan, ja. Scheint nicht so leicht zu sein.
Theresa: Überhaupt nicht. Kaum zu glauben, wie sehr man in alten Mustern feststecken kann.

Nora Amelie: Hätte ich dir am Ende des 2. Teils einen kräftigeren Schubs geben sollen?
Theresa: Du hast die Weichen gestellt. Das ist schon okay so. Den Rest schaff ich selbst.

Nora Amelie: Mit Tom oder ohne?
Theresa: Definitiv ohne. Irgendwann muss man sich trauen, einen Schlussstrich zu ziehen.

Nora Amelie: Du lebst also jetzt allein?
Theresa: Nicht ganz. Im wöchentlichen Wechsel wohnt Jule mal bei mir, mal bei ihrem Vater.

Nora Amelie: Das funktioniert?
Theresa: Besser als ich dachte. Sie findet es ziemlich cool, direkt in der Stadt zu sein. Vorstadtidylle ist inzwischen auch für sie out.

Nora Amelie: Dann haben sich also zwei Gleichgesinnte gefunden. … Und was ist mit Jon?
Theresa: Den hast du mir ja noch nicht ausgeredet (grinst).

Nora Amelie: Das heißt, ihr seid wieder zusammen?
Theresa: Sagen wir mal so – wir arbeiten dran.

Nora Amelie: Irgendwelche Probleme?
Theresa: Eher eine Beziehungsphobie, denk ich.

Nora Amelie: Seine oder deine?
Theresa: Meine.

Nora Amelie: Musst du wohl vermutlich durch. Hilft dir das Schreiben dabei?
Theresa: Ein bisschen. Aber eher lenkt es ab, als dass es hilft. Na gut, Ablenkung ist natürlich auch Hilfe.

Nora Amelie: Und haben sich deine Geschichten nach der Ära Tom verändert?
Theresa: Grundsätzlich verändert haben sie sich ja bereits, als ich 50 SHADES OF GREY in die Finger bekam. Da wollte ich herausfinden, ob ich auch Erotik schreiben kann.

Nora Amelie: Also sind zumindest deine pikanten Stories ein Experiment.
Theresa: Im Grunde schon.

Nora Amelie: Nicht immer ganz geglückt, finde ich. In Band 1 deiner Geschichten gibt es eine, die diesbezüglich eher normal rüberkommt. Hat sich das in den neuen Stories für Band 2 verändert?
Theresa: Ja, definitiv. In Band 2 lass ich es in sämtlichen Texten so richtig krachen.

Nora Amelie: Ah ja. Erzähl mal!
Theresa: Es sind wieder drei, wie im ersten Band, diesmal allerdings längere. In DARKSIDE folgt Hannah ihrem ziemlich dominanten Freund Bernhard in einen Erotikclub. Eine Art Test, bei dem sich entscheiden soll, ob Bernhard Hannah zu seiner Geliebten macht. Die Geschichte DINNER FOR THREE beginnt in einem Hotelpool, wo Louisa die Tatsache, dass sie allein ist, nutzt, um einen neuen Schwimmstil zu üben. Sie weiß nicht, dass sie dabei beobachtet wird. Und die dritte Geschichte FOLLOWER – naja, die ist einfach rasant und spielt auf der Straße.

Nora Amelie: Wie immer du das meinst …
Theresa: Genau (lacht)

Teil 2 des Interviews lesen. Und hier geht’s zur Leseprobe von Band 2 der Kurzgeschichten auf amazon.

Buchtrailer erstellen – was ist zu beachten?

Trailer-Screen-Blog-2Ohne Trailer ist seit Jahrzehnten kaum ein Film denkbar. Der „book trailer“ dagegen steckt noch in den Kinderschuhen. Vor zehn Jahren wurden gerade einmal zehn deutschsprachige produziert. Fünf Jahre später waren es etwa 500. Aktuelle Zahlen liegen nicht vor. Aber ich denke trotzdem: Es ist vieeeel Platz nach oben geblieben.

Für meinen zweiteiligen Roman INSEL DER NACHTIGALLEN wollte ich auf jeden Fall einen. Möglichst in Eigenregie und ohne gravierende Kosten. Die Sache mit der Eigenregie ging natürlich nicht ganz so gut auf. Und was die Kosten betrifft – naja, Schwamm drüber. Ich saß dem Irrglauben auf, ich müsse lediglich die Produktion und das Material finanzieren. Dass ich darüber hinaus jede Menge Zeit ans Bein binden würde – und Zeit ist bekanntlich auch bei Autoren Geld, hatte ich nicht einkalkuliert.

Damit ihr bei der Produktion eures Trailers möglichst wenig Lehrgeld zahlt, hier ein kleiner Exkurs in die Buchtrailer-Erstellung oder, wenn ihr so wollt, eine Zusammenstellung der Do’s and Dont’s:

Soundtrack
Lasst den Produzenten (Cutter etc.) die Musikauswahl treffen. Denn eines sollte der Titel unbedingt sein – schnittfähig. Das gilt insbesondere für Titel, die länger sind, als der Trailer es werden soll. Ein Sound ist schnittfähig, wenn er Pausen aufweist. Können winzig kleine sein, aber ohne „stille Stellen“ geht gar nichts. Wenn ihr bei der Musik was vorgeben wollt, dann die Stilrichtung. Copyright-Einhaltung ist sowieso klar. Nicht nur für den Musiktitel, sondern auch für Fotos, Videos usw.

Material
Ich dachte zunächst, Videos wären optimal. Sind sie im Grunde auch. Aber: Sämtliche Videoschnipsel – und man braucht ja vielleicht mehrere – sollten dasselbe Format haben, dieselbe Qualität. Und was Letzteres betrifft – mit einer guten Cam gemacht sein. Das Smartphone ist dafür nicht unbedingt geeignet. Footages kann man natürlich auch kaufen. Aber das kostet dann wieder.
Bei Fotos solltet ihr nicht zu viele auswählen. Ich hatte für meinen Trailer knapp 30 geplant. Es sollte nämlich zwei sehr schnelle Passagen geben mit schnellen Cuts zwischen den Bildern. Waren trotzdem zu viele. Am Ende haben wir 24 auf knapp zwei Minuten Laufzeit verwendet. Und wenn es ein, zwei weniger gewesen wären, hätte das der Sache keinen Abbruch getan.
Die Qualität der Fotos muss stimmen. Und das Format unbedingt mit dem Produzenten absprechen. Wenn ihr nämlich Effekte plant, wenn ihr in ein Bild rein- oder aus einem rauszoomen wollt, braucht ihr eine relativ hohe Auflösung. Ich habe Fotos, z. B. das Introbild, in der Größe M gekauft. Diese Größe ermöglicht eine gute Kamerafahrt. Fotos aus meinem Privatarchiv oder dem von Freunden habe ich immer in der unbearbeiteten Fassung verwendet. Das optimale Format dafür ist quer mit Tendenz zu quadratisch. Hochformat (z. B. die gefesselte Frau) ist schwierig, lässt sich mit der passenden Kameraführung aber händeln. Trailer-Screen-Blog-3

Skript
Ja, ich hab tatsächlich ein Skript geschrieben. Damit der Trailer weitgehend meinen Vorstellungen entsprechen würde, wollte ich möglichst detaillierte Vorgaben machen. Das hat sich im Nachhinein als hilfreich erwiesen. Und so sah es aus …

Szene 6
ab hier dramatische Erhöhung Musik!!!: Foto 22 (schneller Cut), Foto 22a (schneller Cut ), Foto 22b (schneller Cut) Foto 23 (Frau von unten nach oben abfahren, letzter Blick auf gefesselte Hände), Foto 24 (schneller Schnitt auf Bild, dann halten) – Text rauf: eine Obsession

Texte
Von vornherein sollte mein Trailer hauptsächlich bildlastig sein. Ich wollte auf viel Text verzichten, statt dessen Spannung entwickeln, Neugier und das Kopfkino ankurbeln. Die wesentlichen Elemente – die zwei Liebenden, ihre Obsession und den Deal – wollte ich in Form von Schrift unterbringen. Zur Erläuterung sollte es zwei kurze Dialoge geben und jeweils einen Anfangs- und Schlusssatz. Da dem Produzenten die erforderliche Tontechnik zur Verfügung stand, wollten wir die Texte selbst einsprechen. An den Dialogen sind wir gescheitert. Die kamen nicht professionell rüber, flogen also raus. Inzwischen kam von einigen Leuten der Kommentar, es wäre mehr Text nötig gewesen, um die Geschichte eindeutiger zu teasern. Das werde ich beim nächsten Mal berücksichtigen müssen. Der erste gesprochene Text ist auch nicht optimal getaktet. Kommt genau in dem Moment, da sich die Musik steigert. Hat gleichfalls Verbesserungspotential.

Effekte
Da gibt es ein Zauberwort – es heißt Doppelbelichtung. Das passiert bei mir am Anfang, als der Mond vom Cover zur Sonne über dem Meer wird. Es gibt sie in der Bett-Sequenz, nämlich die verschlungenen Hände. Und der Wechsel vom vorletzten Foto zum Coverfoto wird auch durch einen Effekt dieser Art unterstützt. Naja, und dann haben wir noch den, mit dem das Cover verschwindet …
Wie auch immer – Effekte machen den Trailer lebendiger. Wenige genügen. Und es gibt professionelle Programme dafür, die mit gängiger Videoproduktionssoftware kompatibel sind.

Produktion
Meine Erfahrung: Nehmt euch die Zeit und setzt euch daneben. Bildwechsel, Effekte, Länge einzelner Sequenzen und Abstimmung der Musiktaktung lassen sich so sehr viel besser beherrschen und nach eurer Fasson gestalten. Das gilt auch für Texte, Schriftarten usw.

Zeitaufwand
Materialzusammenstellung und Produktion etwa zwei Arbeitstage – hängt von euren Ansprüchen, Stil und Länge des Trailers und natürlich vom vorhandenen Material ab. Und davon, inwieweit ihr überhaupt Eigenleistung erbringt.

Den richtigen Produzenten finden
Wenn ihr selbst nicht über das entsprechende Know how verfügt bzw. kompetente Freunde habt, dann schaut euch doch mal an Medienfachschulen um. Gibt es in vielen Städten. Entweder findet ihr dort sofort jemanden, der euch für ein geringes Honorar unterstützt. Oder ihr könnt die Trailer-Herstellung sogar als Projekt vergeben. Seid kreativ!

Und hier könnt ihr ihn auf YouTube anschauen, den Buchtrailer zum zweiteiligen Roman INSEL DER NACHTIGALLEN.

Buchtrailer für INSEL DER NACHTIGALLEN

Trailer-Screen-blogDer erotische Liebesroman INSEL DER NACHTIGALLEN hat einen eigenen Trailer bekommen. Zu sehen auf YouTube.

Den erotischen Liebesroman INSEL DER NACHTIGALLEN findet ihr auf amazon.
Teil 1 auf Amazon anschauen
Teil 2 auf Amazon anschauen

 

 

 

THERESAS GESCHICHTEN 2 – neuer Teaser

Theresas-Geschichten-2-Cover… Ich beschleunige meine Schritte und merke im zweiten OG, dass mein Puls kaum mehr zu bremsen ist. Weniger wegen des Tempos, als vor lauter Aufregung. Vorsichtig spähe ich in die Tiefe, als ich oben angekommen bin. Fehler Nummer drei.
„Wir waren noch nicht fertig, Louisa“, sagt der Bad Boy leise hinter mir. Wo kommt der so plötzlich her? Im selben Moment legt sich ein Arm fest um meine Taille und eine Hand auf meinen Mund. Ich hänge immer noch halb über dem Treppengeländer. Und sehe, wer von unten kommt. Paul. Mit der angebrochenen Flasche Wein. Er schwenkt sie amüsiert und blickt zu mir herauf.
„Du bist nicht nur beim Kraulen ein elendiger Anfänger, sondern auch auf der Flucht.“

Zappelnd versuche ich, Chris loszuwerden. Aber sein Griff sitzt wie eine Stahlfessel.
Paul ist inzwischen bei uns angekommen und gibt mir einen Nasenstüber, als wäre ich ein freches Gör. „Plan B also“, sagt er und grinst herausfordernd. „Eine Zahl zwischen null und zehn. Na los!“ Auffordernd sieht er mich an.

Ich kapiere nicht, was er will. Wütend trete ich nach hinten. Doch Chris scheint das geahnt zu haben. Mein Hacken verfehlt ihn. Dafür bückt sich Paul, greift nach meinen Füßen und streift mir die Heels ab. Er steckt sie in seine Jackentasche. Na toll. Jetzt bin ich barfuß. Und die Steintreppe ist arschkalt.
„Also?“, sagt Paul.
Ja, wie soll ich denn was sagen, wenn mir dieser Bad Boy den Mund zuhält? Ich versuche, mich zu artikulieren. Es hört sich völlig bescheuert an, nach hmpf oder so.
„Fünf. Okay.“ Paul ist offenbar zufrieden. Wieder greift er nach meinen Füßen, klemmt sie sich unter den Arm.

Und dann schleppen mich die beiden hinunter …

 

THERESAS GESCHICHTEN sind die pikanten Storys, die Protagonistin Theresa aus dem Erotikroman INSEL DER NACHTIGALLEN schreibt. Band 2 erschien im Oktober 2014 auf amazon.