Autorin befragt Hauptfigur ihres Romans – Fortsetzung Teil 2

Autoreninterview Nora AmelieHier der angekündigte 2. Teil des Interviews, das mir Theresa kürzlich gab. Ich konnte sie in unserem Gespräch sogar dazu bringen, ein Geheimnis auszuplaudern 😉 … Was sich aber auch offenbarte, nämlich dass sie Teil 3 zu INSEL DER NACHTIGALLEN schreiben will, hat mich dann doch irgendwie … erschreckt? Hm, ich muss noch darüber nachdenken, wie ich das finde.

Wer Teil 1 des Interviews noch nicht kennt, folgt einfach diesem Link.

 

Nora Amelie: Weißt du übrigens, welches meine Lieblingsszene ist? Die mit dem Sushi.
Theresa: errötet
Nora Amelie: Die hat mich glatt selbst angemacht. errötet auch.
Theresa: Echt? Machen dich deine erotischen Szenen immer an?
Nora Amelie: Sagen wir mal so – es sollte zumindest beim Korrekturlesen ordentlich knistern.
Theresa: Du würdest also sagen, dass ein Autor beim Schreiben erotischer Szenen unter Strom kommen kann.
Nora Amelie: Eindeutig ja. lacht
Theresa: Okay, dann muss ich ja nicht an meinem Verstand zweifeln.
Nora Amelie: Du etwa auch?
Theresa: Klar. grinst

Nora Amelie: Oh Gott, Theresa, lass uns das Thema wechseln. Darüber reden wir lieber, wenn wir ungestört sind … Mich würden noch mal diese Grey Days interessieren, über die du schreibst – läuft da immer alles glatt? Ich meine, als eine Art Insider bleibt dir sicher wenig verborgen.
Theresa: Wenn es Probleme gäbe, würde ich sie aber auch nicht verraten.
Nora Amelie: Komm schon, lass mich wenigstens wissen, ob es manchmal Zwischenfälle gibt. Bei der heiklen Thematik kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die ausbleiben.
Theresa: Also gut, im Vertrauen. Bei dieser Tangogeschichte gab es schon einen. Aber Marlena weiß nichts davon.
Nora Amelie: Wie? Sie weiß es nicht?
Theresa: Ganz einfach. Die Kundin hat ihr nicht erzählt, was sie mir darüber berichtete.
Nora Amelie: Da bist du also jetzt in der Bredouille.Theresa: Nicht wirklich. Diskretion ist alles bei G.o.G. Und wenn mir jemand was erzählt unter der Maßgabe, dass ich nichts darüber verlauten lassen darf, halte ich mich daran.
Nora Amelie: Obwohl es für Marlena wichtig sein könnte.
Theresa: Obwohl es wichtig sein könnte, ja. Man muss in solchen Momenten einfach Prioritäten setzen.
Nora Amelie: Ist es denn dramatisch, was passiert ist?
Theresa: Eben darüber war sich die Kundin nicht sicher. Deshalb hat sie nichts gesagt. Sie wollte es auf sich beruhen lassen, solange ihr nicht ernsthafte Probleme daraus erwachsen.
Nora Amelie: Mist. Jetzt hast du mich neugierig gemacht.
Theresa: Noch neugieriger, als du sowieso schon bist, geht ja wohl kaum.

Nora Amelie: Okay, noch mal Themenwechsel. Was ist mit dem nächsten Kurzroman?
Theresa: schweigt vielsagend
Nora Amelie: Kannst du noch nicht darüber sprechen?
Theresa: Warte. Ich überlege noch, wie ich es erkläre. Hmmm, dieser nächste Roman – das ist quasi eine ganz andere Art von Geschichte.
Nora Amelie: Wie meinst du das?
Theresa: Ich habe sie selbst erlebt.
Nora Amelie: Selbst erlebt? Alles, was du erlebst, steht doch in meinen Büchern.
Theresa: Das nicht. Es ist zu speziell.
Nora Amelie: Okay, langsam. Ich denke, ich habe einen Anspruch darauf zu erfahren, was meine Hauptprotagonistin jenseits meines Romans erlebt. Findest du nicht?Theresa: Jetzt sei doch nicht eingeschnappt. Ich wollte einfach am eigenen Leib erfahren, wie sich die Grey Days anfühlen.
Nora Amelie: Du hast für dich selbst Grey Days gebucht?
Theresa: Quatsch. Ich hab Jon, wie du weißt. Mich muss niemand in BDSM einführen. Nein. Aber Marlena hatte eine total begeisterte Kundin und meinte, über deren Event müsste man unbedingt was machen. Ihr SM-Coach hatte sie zu einem Bondage-Shooting mitgenommen.
Nora Amelie: Meine Güte, das wird ja immer aufregender. Und da dachtest du, du lässt …
Theresa: grinst. Genau. Ich hab mich fesseln lassen.
Nora Amelie: Ehrlich?
Theresa: Ja, ganz ehrlich. Ich hab ein komplettes Bondage-Shooting durchgezogen.
Nora Amelie: Oh Gott!
Theresa: Na, so schlimm war es nun auch wieder nicht.
Nora Amelie: Aber auch nicht ganz ohne, oder?
Theresa: Also, mir gefiel es.
Nora Amelie: Du mochtest es?
Theresa: Ja, es war eine unglaubliche Erfahrung.

Nora Amelie: Und darum geht es dann im zweiten Kurzroman?
Theresa: Ja. Es geht um Bondage. Und es geht um Jon und mich. Wenn du so willst, hab ich deinen Roman weitergeschrieben. Den dritten Teil sozusagen, den du den Lesern ja immer noch vorenthältst.
Nora Amelie: Wusste ich’s doch. Du traust dich ja was!
Theresa: Damit musstest du irgendwann rechnen. Findest du nicht?
Nora Amelie: Also, wenn einer meinen Roman weiterschreibt, bin ja wohl ich das.
Theresa: Ich glaube, ich bin dafür auch geeignet.
Nora Amelie: Gut, streiten wir nicht darüber. Du gibst mir das Manuskript und dann werden wir ja sehen.
Theresa: Vergiss es. Erstens ist es noch nicht fertig. Und zweitens hast du ja jetzt erst mal damit zu tun, Teil 2 des Romans über Marlena und ihre Agentur zu schreiben. Es bleibt also alles beim Alten: Du bist für die großen Geschichten zuständig, ich für die kleinen.

Die erste dieser „kleinen“ Geschichten erscheint in Kürze, nämlich am 31. Mai, unter dem Titel THE GREY DAYS – TANGOFIEBER 🙂

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